Plädoyer für das Miteinander - Weihnachtsgruß 2012 von Arnold Metz, dem Dingelstädter Bürgermeister

Es weihnachtet gar heftig auch in Dingelstädt. (Foto: Gerhard Wedekind)
 
Bürgermeister Arnold Metz setzt auch 2013 auf die gemeinsamen Anstrengungen aller Dingelstädter Bürger.
 
Die Pfarrkirche "St. Gertrud" in Dingelstädt.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

aller Augen sind bereits auf die kommenden Feiertage gerichtet, auf das Fest im Familien- oder Freundeskreis, auf ein paar Tage Entspannung und Besinnlichkeit. Mit dem Weihnachtsfest wird sich die Hektik der Vorweihnachtszeit legen und wir alle haben wieder ein Ohr für die alten und eigentlich ganz aktuellen Botschaften dieses Fests. Am Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen haben wir dann Zeit für uns, wir haben Zeit für die wahren Werte des Lebens.

Auch fragen wir uns in dieser Zeit zwischen den Jahren, was das alte Jahr gebracht hat und was das neue bringen wird, für uns ganz persönlich und unsere Familie, aber auch für die Stadt und das Land, in dem wir leben und tätig sind.

Dabei können wir hier bei uns in Dingelstädt auf ein nicht immer leichtes, aber alles in allem, auf ein erfolgreiches Jahr 2012 zurückblicken.

Wie sie sich sicherlich noch erinnern können, wurden uns für dieses Jahr vom Land Zuweisungen in erheblicher Größe vom Land gestrichen. Trotzdem haben wir im nun ablaufenden Jahr versucht, nun mit den eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten, handlungsfähig zu bleiben und unsere Stadt weiterhin mit nachhaltigen Investitionen in die Infrastruktur zu gestalten. Auch für das kommende Jahr bleibt die Finanzlage weiterhin angespannt, sie kennen die Diskussionen aus der Tagespresse.

Ein großer Stein ist uns vom Herzen gefallen, als wir im Spätsommer endlich damit beginnen konnten, die Stadtsanierungsmaßnahme „Plan“ in Angriff zu nehmen. Das über 2,6 Mio. Euro teure Projekt soll bis Ende 2013 zum Abschluss kommen und zu einem städtebaulichen Schmuckstück werden. Bei der vor wenigen Wochen realisierten Straßenbaumaßnahme „Am Heidenhang“ handelte es sich hingegen um ein seit langem überfälliges Erschließungsvorhaben. Im oberen Teil der Geschwister-Scholl-Straße wurde im Sommer die Straßendecke saniert. Bleibt zu hoffen, dass damit das leidige Problem der tiefen Spurrillen der Vergangenheit angehört. Nachdem vor zwei Jahren bereits das Dach erneuert wurde, geht es seit diesem Jahr auch mit der Umgestaltung der ehemaligen Grundschule hin zu einem Bürgerhaus weiter. Gedacht wurde auch wieder an die jüngsten Bürger unserer Stadt. Mit einem großen Kinderfest im Sommer wurde ein völlig neu gestalteter Spielplatz im Bad seiner Bestimmung übergeben und dank der finanziellen Unterstützung eines Dingelstädter Unternehmens entstand auch an der Kerflehde ein neuer Platz zum Spielen und Toben.

Ohne eine starke Wirtschaft können auch die besten Ideen nicht umgesetzt werden. Investitionen von Firmen, Handwerk und Dienstleistern sowie die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in unserer Stadt zeigen, dass das Vertrauen der Wirtschaft in die Zukunftsfähigkeit des Standorts Dingelstädt unverändert ist. Vor dem Hintergrund einer doch sehr ausgewogenen und breit aufgestellten Unternehmensstruktur sind wir sehr viel schneller und besser aus der Wirtschaftskrise herausgekommen als gedacht. Deshalb blieb uns eine hohe Arbeitslosigkeit auch erspart.

Bildung ist der Schlüssel für die Zukunft unserer Kinder und unserer Gesellschaft. Mit dem Projekt „Neue Lernkultur in Kommunen - Nelecom“ haben wir in den letzten Jahren erfolgreich eine Vernetzung der lokalen Bildungseinrichtungen mit der Stadt auf den Weg gebracht. Inzwischen findet das Dingelstädter Modell auch international starke Beachtung.

Gern nutze ich diesen Weihnachtsgruß, um den Menschen danke zu sagen, die sich mit ihrem Einsatz, ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten ehrenamtlich in Verbänden, Vereinen, Initiativen, im Sport, in kulturellen und sozialen Einrichtungen oder den Kirchen einbringen. Auch den Organisatoren und Akteuren der zahlreichen Feste und Veranstaltungen im Jahreslauf gebührt ein herzliches Dankeschön. Die Bandbreite bürgerschaftlichen Engagements in unserer Stadt ist groß. Hier zeigt sich die besondere Stärke unserer Stadt: der Zusammenhalt und das Verantwortungsbewusstsein für das Miteinander. Es gibt in unserer Stadt viele beeindruckende Beispiele ehrenamtlichen Tuns. Hervorheben möchte ich in diesem Jahr, gerade vor dem Hintergrund ihres 125-jährigen Bestehens, unsere Freiwillige Feuerwehr. Sie ist in allen Fragen, die die Sicherheit unserer Kommune betreffen, ein wichtiger und unschätzbarer Partner der Stadt. In besonderer Weise hat auch der Riethpark-Förderverein wieder von sich reden gemacht. Mit dem Einbau eines Wasserrades im Rieth ist nicht nur ein Wunschtraum des Fördervereins in Erfüllung gegangen. Die hohe Zahl der Sponsoren und Akteure an diesem Gemeinschaftsprojekt zeigt symbolisch, dass man schon ein „Rad zum Laufenden bringen kann, wenn viele daran drehen“. Aber nicht nur in Vereinen und Gruppen arbeiten und engagieren sich Menschen für unsere Stadt. Als wir im Sommer große personelle Probleme bei der Pflege unserer Grünanlagen hatten, habe ich mich gefreut, dass viele Bürger meinem Aufruf gefolgt sind und die Rabatten vor ihren Haustüren selbst von Unkraut befreit haben. Insgesamt ließe sich die Liste schöner Beispiele für eine lebenswerte Stadt fortsetzen und vor diesem Hintergrund möchte ich auch allen Bürgern ein herzliches Dankeschön sagen, die sich auch 2012 wieder in vielfältiger und unterschiedlichster Weise für die Stadt eingebracht haben.

Vor einigen Wochen habe ich im Stadtrat den Entwurf des Haushaltsplanes für das Jahr 2013 eingebracht. Allein auf fast 4 Mio. Euro beziffert sich der Investitionshaushalt. Die Schwerpunkte der zu realisierenden Projekte liegen vorrangig in der Fortführung der schon benannten Großprojekte, wie den Sanierungsmaßnahmen „Plan“ und „Bürgerhaus“. Erfreulich ist, dass wir das überdurchschnittlich hohe Investitionsvolumen ohne neue Kreditaufnahme schultern können.

Wir haben Grund, mit Zuversicht ins Jahr 2013 zu blicken, auch wenn noch eine Reihe von Herausforderungen auf uns warten. Denn ungeachtet aller Freude über Aufschwung und höhere Steuereinnahmen, sind wir 2012 nicht all unsere Probleme losgeworden. Wir wissen nicht, woher der Wind im kommenden Jahr wehen wird. Nur in gemeinsamen Anstrengungen und Bemühungen haben wir aber beste Aussichten, unsere gesteckten Ziele zu erreichen.

Ihnen allen wünsche ich frohe Weihnachten, Gesundheit, neue Energie, viel Erfolg im Jahr 2013 und Gottes reichen Segen.

Ihr Bürgermeister
Arnold Metz

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