Schon ein Selbstläufer - Weihnachts-Paket-Spendeaktion der Heiligenstädter Pfarrgemeinde St. Gerhard für Rumänien

Wann? 15.11.2011 bis 18.11.2011

Wo? Pfarrei St. Gerhard, Auf der Rinne 18, 37308 Heiligenstadt Heilbad DE
Engagiertes Zupacken: Franz Schotte (vorn) und Julia Degenhardt (rechts dahinter) gehören zu den vielen fleißigen jugendlichen Helfern, die bei der Entgegennahme der Hilfspakete helfen. (Foto: Pfarrei St. Gerhard)
 
Beim Beladen des Lkws: Auf dem Foto sind unter anderem der Lkw-Fahrer Nelu Cáldárescu (links mit Handschuhen) sowie Paul Hantco (letzterer vorn als Dolmetscher) zu sehen. (Foto: Pfarrei St. Gerhard)
Heiligenstadt Heilbad: Pfarrei St. Gerhard | „Unsere Weihnachtspaket-Aktion für Rumänien ist zum Glück schon ein richtiger Selbstläufer geworden. Ansonsten hätten wir es bis zum am 18. November auf die Reise gehenden 37. Hilfstransport gar nicht durchhalten können“, meint Pfarrer Heribert Kiep. Gerade erst habe ihn eine Familie aus Ershausen angerufen und gefragt, ob und wie sie sich an der Aktion beteiligen könne.

Tatsächlich sind es längst nicht nur Menschen beziehungsweise Familien aus Heiligenstadt und Umgebung, die sich an der Rumänienhilfsaktion von St. Gerhard beteiligen. Vielmehr werden in vielen Orten im Landkreis Eichsfeld inzwischen Weihnachtspakete für den Transport in die rumänische Kleinstadt Radauti (zirka 28.000 Einwohner) und ihre Umgebung gepackt und in der Pfarrei abgeliefert. Inzwischen haben sich aus der Aktion heraus zwischen Deutschen und Rumänischen Familien auch schon private Kontakte entwickelt, in einigen Beispielen sogar schon über die zweite Generation hinweg.

„Trotz vieler Schwierigkeiten und Probleme, die es in unserer Zeit gibt, ist die Spendenbereitschaft weiterhin sehr, sehr groß. Dies dürfen wir immer neu erfahren, und dafür sagen wir ganz herzlich Danke“, so Heribert Kiep, der seine Dankesworte ausdrücklich auch im Namen der beiden anderen Mitglieder des Organisationsteam, Hiltrud Englisch und Matthias Gehrmann, aus spricht. Zwischen 800 und bis zu tausend Pakete gehen seit 1990 pro Transport auf die weite Reise ins rumänische Radauti, wo sie vom dortigen Pfarrer Iosif Rachiteanu und seinen Helfern in Empfang genommen und an die Bedürftigen verteilt werden. Bis vor sieben Jahren gingen die Pakete sogar zweimal im Jahr - zu Ostern und zu Weihnachten - auf die Reise nach Rumänien.

„Beim 30. Transport haben die Rumänen dann gesagt, es gäbe auch noch andere, die genauso bedürftig seien“, erzählt Pfarrer Kiep. Seitdem werden zu Ostern die Spendenpakete nach Russland geschickt. Froh und stolz ist das Organisationsteam der Pfarrei aber nicht nur über die hohe Spendenbereitschaft der Eichsfelder sondern auch ob des großen Engagements der Kinder und Jugendlichen von „St. Gerhard“, die vor allem bei der Entgegennahme und Lagerung der Pakete fleißig mit anpacken.

Wie wichtig die Hilfsaktion der Heiligenstädter Pfarrgemeinde für Radauti immer noch ist, geht aus einem Brief von Schwester Carmen Tereza aus Rumänien an die Heiligenstädter Pfarrgemeinde „St. Gerhard“ vom Februar 2011 hervor.

Das Durchschnittseinkommen in Rumänien liegt bei 290 Euro. Auf dem Land leben 40 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Vor allem die Situation von Kindern in Rumänien ist in manchen Teilen erschreckend. Auf 1000 Geburten kommen 19 Kleinkinder, die in den ersten fünf Lebensjahren sterben, und schätzungsweise 9.000 Kinder leben auf der Straße.

Fakten
Das sollte ins Paket:
• 1 kg Weizenmehl, 1 kg Zucker, 1 kg Reis, 1 kg Nudeln, 500 g Kaffee, 800 g Kaba, 1 kg Margarine, Suppenwürfel, Trockenhefe, Schokolade, Süßigkeiten, Zahnpasta, Seife, Haarshampoo

Am Freitag, den 18.11. soll der nun schon 37. Hilfstransport auf die Reise gehen. Die Jugendlichen der Pfarrgemeinde werden die Pakete in folgender Zeit wieder entgegen nehmen:

• Dienstag, 15. November, 15.30 - 18.30 Uhr
• Mittwoch, 16. November, 15.30 - 18.30 Uhr
• Donnerstag, 17. November, 15.30 - 19.30 Uhr
• Freitag, 18. November, 15.30 - 19.30 Uhr

Die Eichsfelder werden darum gebeten, wegen des hohen Organisationsaufwandes diese Zeiten zu beachten und die Pakete nicht einfach auf dem Pfarrhof abzustellen. Um die Transportkosten zu begleichen und eventuell noch Lebensmittel wie Öl und Mehl dazu zu kaufen, werden pro Paket wieder fünf Euro erbeten. Wer kein Paket packen kann, kann - wie gewohnt - auch mit einer Spende helfen.
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