Spannend, vielfältig und engagiert - „Bundesfreiwilligendienstler“ Martin Kohlstedt und sein Einsatz in Lutter

Martin Kohlstedt will Lehrer werden. Seine Arbeit als Bundesfreiwilligendienstler bestärkt ihn tagtäglich in seinem Entschluss. (Foto: Uwe Müller)
LUTTER. „Ich wollte schon lange etwas Soziales, am liebsten mit Kindern, machen“, erzählt Martin Kohlstedt. „Als ich in die elfte Klasse auf das Gymnasium kam, wurde mir klar, dass ich Lehrer werden will.“ Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) bei der Naturparkverwaltung Eichsfeld-Hainich-Werratal bot dem 21-Jährigen die perfekten Voraussetzungen, sich in die Welt eines Lehrers hinein zu finden.

In Lutter musizieren Freiwillige mit Kindern, helfen im Naturschutz oder unterstützen ältere Menschen beim Sport. Und Martin Kohlstedt ist seit September 2011 mit viel Spaß dabei. „Die Einsatzstelle legt großen Wert auf die Bildung von Kindern und Jugendlichen in Umwelt- und Naturthemen, da habe ich mich direkt beworben und wurde sofort genommen“, freut er sich.

Die Umweltbildung der Kinder und Jugendlichen im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal bietet für jede Altersgruppe ein spezielles Programm, das Martin Kohlstedt tatkräftig mitgestaltet.

„Bei den ganz Kleinen gehen wir noch sehr unbeschwert vor und spielen zum Beispiel ‚der Wildkatze auf der Spur’. Dabei versteckt der BFDler ein Kuscheltier in Form und Farbe einer Wildkatze, das die Kinder im Dickicht suchen müssen. „So lernen die Kinder, wie gut sich eine Wildkatze tarnen kann“, schildert er.

Den Jugendlichen hingegen wird das Ökosystem Wald auf wissenschaftliche Art und Weise näher gebracht. „Wir erklären ihnen unter anderem den Zusammenhang zwischen Tieren, Pflanzen und Bakterien in der Nische Wald oder auch seine Aufgaben, zum Beispiel in Bezug zur Photosynthese“, erklärt der Freiwillige.

Vor kurzem gab es ein viertägiges Camp im Naturpark für Junior-Ranger aus dem gesamten Bundesgebiet. „Auch dort konnten wir den Teilnehmern einiges über unsere Natur beibringen. Übernachtet haben wir in Zelten in der Wildnis. Die Zeit dort war der absolute Höhepunkt meines BFDs“, erinnert er sich.

Neben seiner Tätigkeit in der Umweltbildung präsentiert Martin Kohlstedt auch die Angebote des Naturparks auf regionalen Festen. „Wir bekommen viele Anfragen zu ökologischen Themen, besonders von Kindern. Da versuchen wir immer zu helfen.“ Auch im Informationszentrum und auf der Wetterstation des Naturparks packt der BFDler mit an. „Mit einem speziellen Auffanggerät habe ich auf der Wetterstation schon die Niederschlagsmenge gemessen. Bei Bedarf unterstütze ich auch Führungen durch unser Informationszentrum. Dort erklären wir die Aufgaben sowie die ökologischen und geologischen Gegebenheiten des Naturparks.“

Den größten Spaß bereitet dem BFDler jedoch der direkte Umgang mit den Kindern, wenn er ihnen etwas beibringen kann. „Der BFD hat mich sehr in meinem zukünftigen Berufswunsch bestärkt“, sagt er. Ab dem nächsten Semester wird Martin Kohlstedt in Erfurt Geschichte und Sozialkunde auf Lehramt studieren.

Hintergrund
- Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist ein engagement-politisches Projekt der Bundesregierung und mit mittlerweile über 31.000 Freiwilligen im Dienst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Einsatzmöglichkeiten sind dabei ebenso vielfältig wie die Motivation der Engagierten selbst.
- Der BFD ist ein Angebot an Männer und Frauen, Jung und Alt, sich außerhalb von Beruf und Schule für einen Zeitraum zwischen sechs und 24 Monaten zu engagieren. - Er kann nicht nur in den Bereichen Soziales und Ökologie geleistet werden, sondern auch im Sport oder in der Integration, Kultur und Bildung.
- Der freiwillige Einsatz ist grundsätzlich sozialversichert, wird professionell begleitet und ist offen für Menschen aller Altersgruppen nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht.
- Infos auch unter www.bundesfreiwilligendienst.de
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