Visionen und Träume - Andrea Gunkel - die neue Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung im Eichsfeld

Haben Visionen und Träume: Andrea Gunkel (2.v.li.) als neue Vorstandsvorsitzende, hier mit Geschäftsführerin Rosi Burgdorf (links), Silke Grund (2.v.re., neu gewählte Schatzmeisterin) sowie Annegret Grünberg (re. neue Beisitzerin) wollen die Menschen mit Behinderung noch stärker ins gesellschaftliche Leben einbinden.
 
Direkter Kontakt ist wichtig: Andrea Gunkel im Gespräch mit Heidi Grundmann, die an der Wäschmangel arbeitet.
Leinefelde-Worbis: Lebenshilfe Leinefelde-Worbis | „Nie hätte ich gedacht, dass es in der Lebenshilfe so viel zu laufen und zu schauen gibt. Wir hatten nach dem umfangreichen Besuch aller Einrichtungen am Abend wunde Füße“, sagt Andrea Gunkel. Sie ist im Ergebnis der Mitgliederversammlung mit der Neuwahl des Vorstandes am 27. Juni die neue Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Leinefelde-Worbis e.V.

Sozusagen als eine der ersten größeren Amtshandlungen unternahm sie gemeinsam mit den anderen „Neulingen“ im Vorstand einen sehr „zeitintensiven“ Rundgang durch die Einrichtungen der Lebenshilfe Leinefelde – Worbis e.V. Dies einerseits, um sich selbst erst einmal umfassend über die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten der Institution zu informieren, über die sie nun den Vorsitz hat. Andererseits nutzte sie die Gelegenheit, um sich den Mitarbeitern sowie den betreuten Menschen mit Behinderung vorzustellen.

„So im Detail habe ich die Arbeit der Lebenshilfe bis dahin gar nicht gekannt“, räumt sie ein. Und fügt hinzu: „Ich war wirklich erstaunt, was in den Einrichtungen alles gemacht und geleistet wird.“

Für die Rechtsanwältin, die gemeinsam mit Rechtsanwalt Wolfgang Schug eine Kanzlei in Worbis betreibt, ist es wichtig, dass man sich auch außerhalb von Familie und Beruf engagiert. So arbeitet sie schon seit längerem ehrenamtlich im Verein Seelenvogel e.V. mit, der Kinder und Jugendliche in problematischen Verhältnissen unterstützt. Vor drei Jahren - zu einem Zeitpunkt, als die Lebenshilfe im Eichsfeld nach dem Rücktritt des gesamten Vorstandes im März 2009 gerade sehr schwere Zeiten durchlebte und eine neue Zukunft brauchte - entschied sie sich für eine zusätzliche Mitgliedschaft im Lebenshilfe-Verein.

Und als man sie schließlich fragte, ob sie bereit wäre, im Vorstand der Lebenshilfe Leinefelde – Worbis e.V. mit zu arbeiten, signalisierte sie ihre Bereitschaft. Natürlich habe sie, wie viele Vereinsmitglieder, die eingeladen waren die Bilanzen einzusehen, vor der Wahl erst einmal in die Unterlagen geschaut, um sich zu informieren, wie es um die Lebenshilfe finanziell stehe, räumt sie ein. „Es sah sehr positiv aus - für mich eine wichtige Voraussetzung, dass man zukünftig auch etwas bewegen kann“, resümiert Andrea Gunkel.

Als innerhalb des neuen Vorstandes über den Vorsitz abgestimmt wurde, fiel die Wahl einstimmig auf die 51-jährige Rechtsanwältin. „Der Vorstand und auch ich sehen sie als eine gestandene Persönlichkeit, die die Lebenshilfe mit großer Erfahrung und viel Engagement in eine weitere gute Zukunft führen wird“, fasst Geschäftsführerin Rosi Burgdorf die allgemein vorherrschende Meinung zusammen.

Nach ihren Zielen und Vorstellungen für die Zukunft befragt, meint Andrea Gunkel: „Darüber haben wir bereits in einer ersten Vorstandssitzung gesprochen. Wir werden das erhalten, was der bisherige Vorstand mit Hilfe der Mitglieder in drei harten Jahren aufgebaut hat.

Darüber hinaus allerdings haben wir durchaus Visionen und Träume. Wir wollen dafür Sorge tragen, dass unsere Menschen mit Behinderung noch selbstverständlicher in das gesellschaftliche Leben einbezogen werden. Sie sollen, je nach ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten, eine gewisse Selbständigkeit in Leben erreichen.

Konkret haben wir uns erste Gedanken über die Gründung einer Integrationsfirma im Landkreis Eichsfeld gemacht, in der Menschen mit und ohne Behinderung zusammen arbeiten. Außerdem würden wir so auch neue Arbeitsplätze schaffen. Als weiteren Schwerpunkt für die Zukunft sehen wir die Suche nach einer Perspektive für unsere älter werdenden Menschen mit Behinderung, denen wir nach Beendigung ihres Arbeitslebens ein Leben in Qualität ermöglichen wollen.“

Zur Person

- Andrea Gunkel wurde am 14. März 1961 in Mühlhausen geboren.
- Die ersten Lebensjahre war sie in Katharinenberg im heutigen Unstrut-Hainich-Kreis beheimatet.
- Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder (Tochter und Sohn).
- Mit dem vierten Lebensjahr zog sie ins Eichsfeld um.
- Heute ist sie wohnhaft in Leinefelde und beruflich als Rechtsanwältin in einer Worbiser Kanzlei tätig.
- Sie ist Fachanwältin für Familienrecht.
- Zu ihren Hobbys gehören Lesen und Sport (zum Beispiel Walken).
- Andrea Gunkel ist Mitglied der Sportgruppe „Vielseitigkeit“ im SC Leinefelde
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