Vorurteile und eingeschränkte Welt-Sicht - Staatliches Gymnasium „Marie Curie“ in Worbis ist Koordinator einer Comenius-Projekt-Partnerschaft

Wann? 31.08.2011 12:00 Uhr

Wo? Staatliches Gymnasium Marie Curie, Elisabethstraße 23, 37339 Leinefelde DE
Das Staatliche Gymnasium "Marie Curie" in Worbis arbeitet im Comenius-Projekt mit einer englischen und einer spanischen Schule zusammen.
 
Die amtierende Schulleiterin, Dr. Mechthild Münch, und Projektkoordinator Matthias Bückert mit dem Schild, welche das Gymnasium ab 31. August als Partner des internationalen Comenius-Projektes ausweist.
Leinefelde: Staatliches Gymnasium Marie Curie | „Bildung, Beratung, Begegnung“ - unter diesen drei Schlagworten steht das Leitbild des Worbiser Gymnasiums „Marie Curie“. Speziell beim Thema „Begegnung“ hat sich die Schule den weiteren Ausbau seiner internationalen Kontakte auf die Fahne geschrieben. Ein neuer Schritt ist nun das Engagement der Worbiser Schule im Rahmen des internationalen Comenius-Projektes, das von der Europäischen Kommission unterstützt und gefördert wird.

Projektgruppe
Die multilaterale Comenius Partnerschaft besteht aus drei Schulen: Dem Staatlichen Gymnasium „Marie Curie" Worbis, der Ysgol John Bright School in Llandudno, Nordwales und IES OIANGUREN BHI Institutua in Ordizia im Baskenland. Koordinierende Schule ist das Staatliche Gymnasium „Marie Curie" Worbis, Projektkoordinator Matthias Bückert.

Zielstellung
Das Projekt zielt darauf ab, festgefahrene und unreflektierte Meinungen und Vorurteile der Schüler gegenüber Fremden und anderen Kulturkreisen, die man am Worbiser Gymnasium als Ist-Stand festgestellt hat, zu überwinden. Durch den multilateralen Austausch erhalten die Schüler die einmalige Chance, Kenntnisse zu erwerben und Fähigkeiten zu erlernen, die weit über ihren lokalen Kontext, auf den sie bisher konzentriert sind, hinausgehen. Am Ende steht letztlich das Ziel, aus den Gymnasiasten aktive und aufgeschlossene Bürger der EU zu machen. Jede Partnerschule versteht sich in diesem Lernprozess als ein interessantes Teil (puzzling piece) des großen europäischen Puzzles, dessen Entdeckung für die anderen Teilnehmer überraschende und lehrreiche Einsichten zu bieten hat.

Vorgehensweise
Der grundsätzliche Ansatzpunkt des Projekts ist die Frage: „Welche Faktoren beeinflussen die Identität und damit auch die Verhaltens- und Denkweisen der Jugendlichen, mit denen wir tagtäglich arbeiten?" Bei den vorbereitenden Diskussionen der Projektteilnehmer kristallisierte sich heraus, dass einerseits in den Regionen, die durch die Schulen vertreten sind, die regionale Herkunft und damit die regionale Identität einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Denkweisen der Schüler hat. Hinzu kommen aber andererseits auch Einflüsse wie der Strukturwandel in den Regionen sowie der Globalisierung und der damit einhergehende Werte- und Bewusstseinswandel in der jungen Generation.

Auffallend und damit Hauptbeweggrund für das Projekt ist die Feststellung, dass sehr vielen der Worbiser Gymnasiasten eine sehr eingeschränkte Sicht der Welt zu eigen ist, was von übertriebenem Stolz auf die eigene Herkunft über Vorurteile gegenüber Fremden bis zur völligen Unkenntnis dessen, was ihnen das Leben in der EU (durch die EU) zu bieten hat, reicht.

In der ersten Projektphase sollen durch breit angelegte Aktivitäten in
möglichst vielen Unterrichtsfächern die Schüler auf die Spuren ihrer (regionalen) Identität gebacht werden. Sie sollen dabei ihre Herkunft als etwas Wertvolles erfahren, worauf sie stolz sein können, was aber den Blick für alles andere nicht einschränken sollte.

In der nächsten Phase des Projekts soll es darum gehen, in multilateral organisierten Teams herauszuarbeiten, welche Identitätsmerkmale wir gemeinsam haben, um bei den Schülern die Grundlage für das Bewusstsein einer gemeinsamen europäischen Identität zu legen.

In der dritten Phase des Projekts sollen die Schüler mit den Möglichkeiten vertraut gemacht werden, die sie durch das Leben in der EU haben. Es erscheint uns grundlegend wichtig, dass abstrakte und oft wenig nachhaltige Lehrbuchwissen, das die Schüler über die EU haben, mit Leben zu füllen, indem ihnen Möglichkeiten aufgezeigt werden, selbst aktiv zu werden (zum Beispiel mit Berufsorientierung auf europäischer Ebene oder über die Organisation von Auslandsaufenthalten.

Die nächste Projektphase wird das Fremdsprachenlernen als Schlüssel zum Verständnis anderer Kulturen in den Fokus der Projektaktivitäten rücken, bevor Lehrer und Schüler miteinander in der fünften Projektphase alle Ergebnisse in die Erstellung eines nachhaltig und für den weiteren Unterricht konzipierten Brettspiels mit dem Namen „Puzzling Pieces of the European Puzzle" einfließen lassen. Alle Projektphasen werden anhand verschiedener Produkte dokumentiert (Kalender, Flyer, Handbuch, Brettspiel), die Zusammenarbeit wird über intensiven Einsatz von IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie) von Beginn an organisiert.

Am MIttwoch, dem 31. August, wird um 12.00 Uhr ein Schild im Eingangsbereich des Worbiser Gymnasiums angebracht, das auf die Teilnahme am internationalen Comenius-Projekt hinweist.
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