Die Natur mit Lamas erleben: Lama-Trekking im Eichsfeld

Mit ihrem freundlichen Wesen und großen Kulleraugen gewinnen Lamas die Wanderer schnell für sich. Die Tiere geben das Wandertempo vor. Ihre Ruhe überträgt sich auf den Menschen.
Hohengandern: Joachim Röhrig Lama-Trekking |

Wandern mit Lamas entschleunigt – nicht nur in den Anden, sondern auch mitten im Eichsfeld

„Egal, wie aufreibend der Arbeitstag auch war – bei meinen Lamas komme ich schnell zur Ruhe.“ Für ­Joachim Röhrig gibt es nichts Erholsameres als einen Besuch bei Lucky, Easy & Co. auf der Koppel am Ortsrand von ­Hohengandern. Hier hegt und pflegt der Raum­ausstattermeister in seiner Freizeit Lamas. „Ihr gemütliches, sanftmütiges Wesen wirkt auf Menschen ausgleichend und entspannend“, beteuert der 44-Jährige. Das können auch wanderfreudige Gäste erfahren. Denn er bietet mitten im Eichsfeld Lama-Trekking an – das Wandern mit Lamas als Lastentiere. So wie es bereits die Indios in Südamerika vor 7000 Jahren taten. Lamas gehören zu den ältesten Haustieren der Welt.
Telefon: 03 60 81 / 6 13 89, http://www.lama-trekking.de/

Ein Lama-Hengst und fünf Wallache grasen derzeit in Hohengandern. „Jedes Tier hat seinen eigenen Charakter“, erzählt Joachim Röhrig. Cash, der Hengst, zum Beispiel schmust gern, während Knox auch mal auf stur schaltet. Easy ist sehr erhaben und Lucky führt selbst den unerfahrensten Wanderer. Aber allen ­gemein ist der Instinkt, immer den richtigen Abstand zum Menschen zu finden. „Ist jemand ängstlich, halten sie Distanz. Kontaktfreudigen Menschen kommen sie gern entgegen“, erklärt ihr Besitzer.

Er holt die Hengste, wenn sie ein Jahr alt sind und bildet sie aus. „Sie lernen, am Halfter zu laufen, Satteltaschen zu tragen, mit Erwachsenen und Kindern umzugehen.“ Lamas sind neugierig und lernen gerne. „Sie hören aufs Wort, besser als unser Hund Oswald“, sagt der Eichsfelder und lacht. Nicht alle ausgebildeten Tiere bleiben in seiner Herde.

Warum aber spucken Lamas? „Sie tun dies bei Futterneid oder Rangstreitigkeiten untereinander“, erklärt Röhrig. „Sie spucken nie gezielt auf Menschen. Es sei denn, sie werden sehr bedrängt.“

Für sein Hobby engagiert sich Röhrig auch überregio­nal, ist Vorstandsmitglied im bundesweiten Verein der Züchter, Halter und Freunde von Neuweltkameliden http://www.nwk-verein.de/. Neuweltkameliden - so heißen die höckerlosen Kamele der Neuen Welt Südamerika, zu denen Lamas und Alpakas gehören. Dass sich der Verein am 4. Mai erstmals zur Vollversammlung im Osten Deutschlands – in Heiligenstadt – trifft, ist Röhrig zu verdanken.
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