Ein toller Tag im Bärenpark

Die Familie Wiegleb aus Nordhausen mit ihrem sechsjährigen Sohn Manuel hatte sich neulich auf den Weg gemacht, um einen interessanten Tag im Alternativen Bärenpark Worbis zu erleben. Begeistert erzählt Sohnemann Manuel von den Bären, die er gesehen hatte. Auf die Frage, ob er gern einmal einen Bären gestreichelt hätte, antwortet er ehrfürchtig mit einem klaren Nein. Seine Augen aber leuchten und er erzählt begeistert, wie kuschelig er die Bären fand. Auch die Meerschweinchen und der Pfau, der für die Familie extra ein wunderschönes Rad schlug, haben bei Manuel einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Im Jahr 1995 schrieb die Stadt Worbis einen Heimattierpark aus. Ein neuer Betreiber wurde gesucht. Rüdiger Schmiedel, der noch heute Geschäftsführer der Stiftung für Bären ist, hörte von der Ausschreibung und hatte innerhalb weniger Tagen ein komplettes Konzept ausgearbeitet. Er hat sich auf die Fahnen geschrieben: „Nicht nur reden, sondern Tieren helfen.“ Auch der damalige Bürgermeister Eckart Lintzel setzte sich für einen Bärenpark mit neuem Konzept ein. Die erste Bärin, die in den neuen Alternativen Bärenpark einziehen durfte, war die in Worbis geborene Maika. Ihr zu Ehren wird im Oktober wieder der Bärin-Maika-Gedenktag gefeiert werden. Die Stiftung für Bären arbeitet mittlerweile erfolgreich im 18. Jahr daran, Bären einen alternativen Aufenthalt in Worbis zu ermöglichen. Auch etwa 500 km entfernt – im Schwarzwald – entsteht ein Bärenpark mit angeschlossenem Freigelände. Eine symbolische Bärenspur von Worbis nach Bad Rippoldsau-Schapbach wird hier seit einiger Zeit gelegt. Aktuell sind es 10 engagierte Spender, die 52 Prozent der zu überwindenden 500 000 Meter gespendet haben.

Seither hat sich der Alternative Bärenpark etabliert, und mittlerweile sind es neben den jährlich rund 70 000 Besuchern 1500 Unterstützer, die sich symbolisch mit einer Freigeländepacht finanziell engagieren und dem Park und seinen Tieren helfen, der sich zu 2/3 aus Spenden finanzieren muss.

Von einem wertvollen neuen Projekt erzählt Parkleiter Ralf Wettengel. „Vor etwa 1 ½ Jahren entstand in meinem Kopf eine Idee, die nun bald in die Wirklichkeit umgesetzt wird. Wir möchten mit unserer Initiative gesundheitlich benachteiligten Menschen, Kinder-, Alten- und Behindertenheimen, aber auch sozialen Einrichtungen, die Möglichkeit geben, mit Hilfe von Firmenunterstützern Gruppen für jeweils 3 bis 4 Stunden ein Inklusivprogramm in unserem Park zu bieten. Ein solcher Tag wird aus einer Führung durch den Park bestehen und -angepasst an die Gruppen - mit einem gemeinsamen Lagerfeuer, Grillen oder auch Stockbrotbrotbacken ausklingen. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass jährlich durchschnittlich 15 000 behinderte Menschen unseren Park besuchen. Gerade diese Menschen bauen einen besonderen Bezug zu unseren Tieren auf und gehen überglücklich nach Hause.“

Firmen, die sich diesbezüglich engagieren möchten, können als Sponsor auftreten, wie dies beispielsweise schon die in Leinefelde ansässigen Firmen „ARWA Personaldienstleistung“ und „Eichsfelder Plakatier- und Eventservice Gassmann“ tun. Auch die „GWW Unternehmensberatung GmbH Sachsen-Anhalt“ mit Sitz in Tangermünde (Elbe) und die Hippokrates Schule Kassel haben schon „Tolle Tage“ im Bärenpark gesponsert.
„Mit der Hilfe engagierter Firmen konnten und können die Lebenshilfe-Wohngruppe Worbis, das Kinderheim Worbis, das Kinderheim Kirchworbis und die Tabaluga Förderschule Worbis einen Erlebnistag im Alternativen Bärenpark Worbis genießen“, berichtet Ralf Wettengel.


Alternativer Bärenpark
Worbis
Duderstädter Straße 36a
37339 Leinefelde-Worbis

täglich geöffnet:
März - Okt.: 10-18 Uhr,
Nov. - Feb.: 10-16 Uhr
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