Gehobenes Wohnen im Innenstadtbereich - Nordquartier-Mehrfamilienhaus der KOWO auf dem Brauhausplatz ist baulich soweit abgeschlossen

Ein großes Bauschild informiert über die Projektinitiative des Landes Thüringen "Genial zentral", mit der Thüringer Städte bei der attraktiven Gestaltung und Wiedernutzung von innerstädtischen Brachflächen unterstützt werden.
 
Das Gebäude kommt nicht mit einer Einheitsfront daher, sondern ist stark strukturiert und weist auch verschiedene Farbgestaltungen auf.
HEILIGENSTADT. Äußerst emsig wurde in den vergangenen Tagen und Wochen am teilweise noch eingerüsteten neuen Gebäudekomplex auf dem Brauhausplatz, dem so genannten Nordquartier im Bereich Obere Altstadt, gearbeitet.

Bis zur offiziellen baulichen Fertigstellung am 15. Juni gab es noch vieles zu tun. Der strenge Winter, der dazu auch noch weit bis ins Frühjahr hinein nicht weichen wollte, hatte die Arbeiten in Verzug geraten lassen.

„Wir hätten ein viertel Jahr früher fertig sein können“, sagt Sebastian Döring, Geschäftsführer der Kommunalen Wohnungsgesellschaft Obereichsfeld MBH (KOWO), bedauernd, die Bauherr des Mehrfamilienhauses ist. Damit die Gewerke trotz der Kälte den Innenausbau vorantreiben konnten, wurden mobile Ölheizkessel mit Warmluftgebläsen zum Einsatz gebracht.

„Die mussten auch über Nacht laufen. Um die Lärmbelästigung für die Anwohner erträglicher zu gestalten, errichteten wir spezielle Schallschutzwände um die Heizgeräte. Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Anwohnern für das entgegen gebrachte Verständnis bedanken“, so der KOWO-Geschäftsführer weiter.

Das Nordquartier auf dem Brauhausplatz ist Teil der 2002 durch das Land Thüringen gestarteten Projektinitiative „Genial zentral“, mit dem Städte im Freistaat bei der attraktiven Gestaltung und Wiedernutzung von innerstädtischen Brachflächen unterstützt werden.

Im Jahre 2002 wurde die Kurstadt auch in das Pilotvorhaben aufgenommen und bekam so die Chance, den bereits beräumten Bereich rund um die ehemalige Brauerei neu zu beplanen. Der Bebauungsplan wurde im Oktober 2010 rechtsverbindlich, 2011 begann durch die Stadt der Rückbau des noch vorhandenen und über drei Etagen reichenden Brauhauskellers.

Noch im gleichen Jahr im Oktober konnte an dieser Stelle in einem ersten Bauabschnitt mit dem Neubau einer Tiefgarage mit ingesamt 29 Stellplätzen begonnen werden. Auf deren Abschlussplatte wiederum wurde im nächsten Abschnitt ab Mai 2012 ein Mehrfamilienhaus errichtet.

Der Gebäudekomplex verfügt über 27 Wohneinheiten (WE) in gehobener Ausstattung. Mit Ausnahme der sechs Wohnungen im Dachgeschoss sind alle anderen 21 Wohneinheiten bequem per Fahrstuhl erreichbar und barrierefrei angelegt. Zwei dieser WE wurden außerdem im Badbereich behindertengerecht eingerichtet und besitzen zusätzlich eine Badewanne.

„Neben einer Sonnenschutzanlage für alle Erdgeschosswohnungen haben wir sämtliche Wohneinheiten mit einer kontrollierten Wohnungslüftung ausgestattet, bei welcher vier Lüfter für einen permanenten Luftaustausch sorgen“, erläutert Gerd Sonntag, Technischer Leiter bei der Kommunalen Wohnungsgesellschaft Obereichsfeld.

Anfang Juni zogen die ersten Mieter schon ins neue Mehrfamilienhaus ein, weitere werden folgen. Einige Wohneinheiten (verteilt über alle Etagen), Ein-, Zwei- und Dreiraum-Wohnungen zwischen 32 und 88 Quadratmetern Fläche, sind aber auch noch zur Miete zu haben. Zugleich gibt es noch einige freie Tiefgaragenplätze (nicht Quartier-gebunden).

Seit Anfang dieser Woche laufen nun auch die Arbeiten zur Gestaltung des Wohnumfeldes. Im Innenhofbereich entstehen Terrassen, Gehwege und Grünanlagen.

Hintergrund und Fakten:


- Insgesamt sind für die Baumaßnahme Nordquartier zirka 4,7 Mio. Euro veranschlagt, und nach Aussage der KOWO liege man mit den tatsächlichen Baukosten auch vollkommen in diesem Rahmen.
- Das benötigte Geld wird zu jeweils einem Drittel aus Eigenmitteln der KOWO, aus Kapitalmarktdarlehen sowie aus Förderdarlehen aufgebracht.
- Die Tiefgarage erhielt dabei im Rahmen der Städtebauförderung finanzielle Unterstützung, für das Mehrfamilienhaus gab es Fördermittel aus der Wohnungsbauförderung.
- 20 Wohneinheiten besitzen entweder einen Balkon oder (im Erdgeschoss) eine Terrasse, die restlichen sieben WE haben einen lichtdurchfluteten Erker.
- Der gesamte Gebäudekomplex entspricht den neusten Wärmeschutzrichtlinien und wird über Fernwärme versorgt.
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