Protest bleibt, bis der erste Bagger anrollt - Kallmeröder Bürgerinitiative will ihren Kampf für eine Ortsumfahrung intensivieren

"Wir werden in Zukunft unseren Protest noch verstärken", sagt Bertram Henning von der Bürgerinitiative "Umfahrungsstrecke Kallmerode".
Kallmerode: Ortsdurchfahrt Kallmerode | Tag und Nacht rollt der Verkehr auf der Bundesstraße B247 direkt durch Kallmerode. Vor allem, wenn die schweren Brummis durchfahren, tanzt nicht nur das Geschirr in den Schränken der Einwohner, sondern ist des nachts auch nicht an Schlaf zu denken. Lärm, Erschütterungen, Abgase, Feinstaubbelastung und die mit dem stetigen Durchgangsverkehr verbundenen Sicherheitsrisiken machen den Kallmerödern zu schaffen.

Ihr Kampf für eine Ortsumfahrung währt inzwischen 20 Jahre. Baurecht für die geplante Umgehungsstrecke liegt seit Dezember 2009, seit Oktober 2010 allerdings ist klar, dass kein Geld da ist.

Von Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer bis zur Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht - Politiker-Versprechungen haben die Kallmeröder viele erhalten.

„Getan hat sich allerdings seit Oktober 2010 bis zum heutigen Tag nichts mehr“, erregt sich Bertram Henning, Vorsitzender der Bürgerinitiative „Umfahrungsstrecke Kallmerode“. Die Kallmeröder sind wütend und verbittert.

Wie groß ihr Ärger und ihre Verzweiflung sind, dokumentieren rund 20 große Protesttafeln im gesamten Ortsbereich.

„Die bleiben hängen und werden auch nicht auf vollmundige Versprechungen hin abgenommen, sondern nur dann, wenn der erste Bagger anrollt und mit dem Bau der Umgehungsstraße beginnt“, stellt Bertram Henning klar. „Und wir werden in Zukunft nicht nur weiter protestieren, sondern das Ganze sogar noch intensivieren. Es ist das einzige, was uns bleibt.“

Was bedeutet, dass bald noch mehr Protest-Plakate und -Tafeln in Kallmerode zu sehen sein könnten.

Hintergrund

- Seit 16. Dezember 2009 liegt für die geplante Ortsumgehungsstraße Baurecht vor.

- Am 27. März 2010 zieht auch Gerd Reinhardt Bürgermeister von Leinefelde-Worbis, seine Klage gegen die Umgehungsstraße zurück.

- Die Kallmeröder bauen daraufhin im ganzen Ort ihre Protestplakate ab.

- Im Oktober 2010 wird klar, dass das Bauvorhaben Ortsumgehung Kallmerode aus dem Haushalt geflogen ist und somit kein Geld zur Verfügung steht.

- Die Protestplakate werden daraufhin im ganzen Ort wieder angebracht.

- Seit September 2011 sind in der Ortsdurchfahrt Kallmerode nur noch 30 km/h erlaubt.
- Verkehrszählungen der Kallmeröder haben ergeben, dass zirka 15.000 Fahrzeuge täglich durch den Ort rollen.

- Darunter befinden sich im Schnitt 2000 Lkws.
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