45 Tonnen Spezialtechnik aus dem hohen Norden - Biogasaufbereitungsanlage legt knapp 1000 Kilometer auf ihrem Weg ins Eichsfeld zurück

Aufbau im dichten November-Nebel. (Foto: Eichsfeldwerke)
Ganze drei Tage benötigten die vier Lastkraftwagen von Kalmar in Schweden aus, um ihr Ziel - den Biogasanlagen-Standort „Im kleinen Körbchen“ nahe Weißenborn-Lüderode - zu erreichen. An Bord hatten die Fahrzeuge in einzelnen Baugruppen eine insgesamt 45 Tonnen schwere Biogasaufbereitungsanlage (BGAA).

Als wesentliche Komponente der Bioenergieanlage der Eichsfeldwerke wird die BGAA derzeit vor Ort aufgebaut. Die Aufbereitungsanlage wurde von einem Vertragspartner in Schweden gefertigt.

„Von der Funktionalität und den Vorteilen der Anlage haben sich unsere Ingenieure in Schweden persönlich überzeugt“, berichtet Dirk Nehrkorn, Geschäftsführer der Eichsfeldwerke-Tochter EW Eichsfeldgas GmbH. Nach dem Testlauf wurde die BGAA in Schweden demontiert und für den Transport verpackt.

Über die Östersundbrücke ging es zunächst nach Dänemark und von dort aus mit der Fähre nach Fehmarn bevor die Lkws die Bauteile ins Eichsfeld transportierten. Die Aufbereitungsanlage wird dafür zuständig sein, das Biogas so zu reinigen und anzupassen, dass es die gleichen Eigenschaften wie Erdgas aufweist.

Hierzu wird mit einer Waschlösung das CO2 aus dem Biogas abgetrennt und das verbleibende Methan von sonstigen Bestandteilen selektiert. Damit das so erzeugte Bio-Erdgas in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist werden kann, fließt es anschließend in die letzte Hauptkomponente der Biogasanlage – die Biogaseinspeiseanlage. Noch vor Weihnachten soll die mechanische Installation der Aufbereitungsanlage abgeschlossen sein.

Bis im nächsten Frühjahr das erste Bio-Erdgas (gewonnen aus Eichsfelder Energiepflanzen) in das Netz eingespeist werden kann, folgen noch der Bau der Einspeiseanlage sowie die Installation der Rohrleitungen und der Elektrotechnik.
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