Eltern für einen Tag - Dank zweier Babysimulatoren können Jugendliche lernen Verantwortung zu übernehmen

Es weint, es schreit, es muss gewickelt oder gefüttert werden. So genannte Babysimulatoren machen all das, was auch normale Säuglinge tun, mit dem einzigen Unterschied, dass sie vorher programmiert wurden und dass die Daten im Anschluss ausgelesen werden können. Seit Anfang des Jahres betreut Birgitt Schröter aus Dingelstädt das Projekt „Elternpraktikum“ des Sozialdienstes katholischer Frauen im Eichsfeld. Zwei Babysimulatoren stehen ihr dazu zur Verfügung und können bei Bedarf auch über Nacht oder übers Wochenende genutzt werden. Besonders Schulen ab der achten Klasse sind eingeladen dieses Projekt in ihrem Haus durchzuführen. „Ich habe bereits Kontakt zu allen Regelschulen im Landkreis aufgenommen und das Projekt vorgestellt“, erklärt Birgitt Schröter. Positive Resonanz erhielt sie aus Küllstedt, wo sie bereits zusammen mit einer sechsten Klasse eine Unterrichtsstunde mit den Babysimulatoren durchführte. „Die Kinder waren so bei der Sache, auch die Jungen, es war toll“, freut sich die Pädagogin. Ebenfalls Interesse hätte bis jetzt unter anderem eine Schule aus Worbis angemeldet, berichtet sie und hofft auf weitere Anfragen. Auch ein junges Pärchen der Lebenshilfe hat sie schon betreut und die beiden ein Wochenende lang mit den Babys begleitet.
„Ich komme zu Projekttagen oder auch in die Biostunde und übernehme die gesamte Organisation“, betont die ehemalige Lehrerin, die im letzten Jahr von Berlin ins Eichsfeld zog. Seitdem sie nicht mehr berufstätig war, suchte sie nach einer sinnvollen Beschäftigung und wurde dann auf das Projekt des Sozialdienstes aufmerksam. Nach einigen Recherchen und der Erarbeitung eines eigenen Konzeptes startete die gebürtige Berlinerin mit den Anfragen in den Schulen. Ziel des Projektes ist es, den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, welch große Verantwortung die Betreuung eines Kindes mit sich bringt. „Es ist nicht nur süß, es muss rund um die Uhr versorgt werden und das können wir mit den Babys gut simulieren“, erklärt Birgitt Schröter. Dabei seien auch verschiedene Schwierigkeitsstufen möglich. Wer sich nun auch für das Projekt „Elternpraktikum“ interessiert, der kann sich entweder direkt an Birgitt Schröter wenden, oder über den Sozialdienst mit Sitz in Worbis (Telefon: (036074) 31175) Kontakt aufnehmen.
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Hannelore Grünler aus Artern | 11.05.2012 | 06:30  
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