„Es wird ein sehr lebendiges Haus“ - Sanierung und Neubau: Gebäude vereint Kindergarten, Altenpflegeheim und Pfarrheim in sich

Das sanierte Hauptgebäude. Blick auf den Bereich des Altenpflegeheimes.
 
Blick vom Spielplatz auf das Gemeindezentrum mit dem Pfarrheim-Flachbau im Viordergrund sowie dem Hauptgebäude mit dem Altenheim und dem Kindergarten.
Holungen: Gemeindezentrum | Auch, wenn draußen Schmuddelwetter herrscht und die Temperaturen zunehmend in den Keller fallen - die Arbeiten am und rund um das Gemeindehaus „St. Vinzenz“ in Holungen sind noch im Gange, liegen aber in den letzten Zügen. Schließlich soll bis zur feierlichen Einweihung am Donnerstag, dem 6. Dezember, um 15.00 Uhr, alles soweit abgeschlossen sein.

Da das Gebäude gleich drei große Funktionsbereiche beherbergt, ist es auch ein sehr komplexes Bauprojekt, das da am Donnerstag seinen offiziellen Abschluss findet. Es umfasst die Sanierung des Altenpflegeheims und des Kindergartens „St. Johannesstift“ und zugleich den kompletten Neubau des Pfarrheimes „St. Vinzenz“ im hinteren Bereich - als Anbau konzipiert.

Der Kindergarten mit zwei Gruppen - das sind zirka 40 kleine Bewohner - sowie das Altenpflegeheim mit 20 betreuten Senioren - sind im Hauptgebäude zu finden. Letzteres wurde 1911 - ursprünglich als ein Wohnhaus für Ackerleute - erbaut. Ab 1919 und bis 1980 diente es als Schwesternhaus für die Vinzentinerinnen und erhielt im Jahre 1931 einen Anbau, in dem der Kindergarten Einzug hielt.

Als es 2009 um die notwendige Sanierung des Hauses ging, entstand die Idee, das alte Gemeinde- sowie Pfarrhaus in Holungen zu verkaufen und das so eingenommene Geld in einen Pfarrheim-Neubau zu investieren. Für die Planung und Durchführung zeigte sich das Architekturbüro Stadermann aus Hausen verantwortlich.

Im Herbst 2010 wurden im Zuge der Sanierung die Fenster und Türen des Kindergartens erneuert. Im Frühjahr 2011 kam das Altenheim an die Reihe. Geschaffen wurden hier zwei helle und freundliche Aufenthaltsbereiche mit Teeküche. Auch eine neue Telefon- und Rufanlage hielt hier Einzug. Die Arbeiten wurden bei laufendem Dienstbetrieb umgesetzt, was nicht ganz einfach war, aber durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten gut vonstatten ging.

Im Dezember 2011 konnten die neuen Räumlichkeiten im Altenheim eingeweiht werden. Im Frühjahr 2012 läutete der Abriss der Nebengebäude den Startschuss für den Neubau des Pfarrheimes ein, für den der Bauantrag im April gestellt wurde. Am 19. Juli konnte Richtfest gefeiert werden.

Der Anbau mit dem markanten hellroten Anstrich beherbergt einen großen Gemeinderaum für zirka einhundert Personen, Teeküche, Besprechungsraum sowie Sanitäranlagen. Das Flachdach des neuen Pfarrheimes dient zugleich als Terrasse, die von allen Gebäudebewohnern nutzbar ist, vom Altenheim ebenso, wie von den Kindergartenkindern und den Pfarrheim-Gästen. Das macht das Objekt zu einem echten Ort der Begegnung der Generationen, zumal auch im Inneren sämtliche Bereiche über Türen miteinander verbunden sind.

Im Frühjahr 2013 erhält der Kindergarten dann noch einen sanierten Waschraum, eine neue Treppe und einen Schlafraum. Insgesamt werden in das Haus mit seinen drei Funktionsbereichen rund 500.000 Euro investiert. Fördermittel und finanzielle Unterstützung gab es aus dem Konjunkturpaket II, durch das Thüringer Kultusministerium, die Kirchen- und Klosterkammer, das Bistum Erfurt sowie den Caritasverband. Und die Pfarrgemeinde brachte als Träger natürlich auch Eigenmittel zum Einsatz. Zudem flossen ehrenamtliche Eigenleistungen in die Baumaßnahme ein.

„Hier sind viele Generationen zusammen. Es wird ein sehr lebendiges Haus mit viel wohnlicher Atmosphäre sein, da habe ich keine Sorge“, freut sich Pfarrer Heiko Hussmann.
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