Hier wird die Gefahr meist unterschätzt - 11. Verkehrssicherheitstag in Leinefelde mit dem Schwerpunktthema Sicherheit auf Landstraßen

Wieder verschiedene Stationen: Wie wichtig ein Gurt ist, wird an diesem Simulator mit dem Gurtschlitten vorgeführt. (Foto: Gerhard Kastner)
 
Wie fühlt sich das an, wenn man bei einem Unfall verletzt wurde und nun mediziniosch versorgt wird. Bequem ist die "Halskrause" jedenfalls nicht. (Foto: Gerhard Kastner)
LEINEFELDE. Untersuchungen haben ergeben, dass beim Befahren der Landstraße kaum das Gefühl einer großen Gefahr oder die Notwendigkeit zu besonderer Vorsicht in das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer rückt.

Die meisten Kraftfahrer sind der Meinung, dass eher auf den Autobahnen die Gefahr eines schweren Unfalls droht. Autofahrer erleben Landstraßen als freundlich und vertraut, es fehlen bedrohlich wirkende Elemente. Die eigenen Erfahrungen und das Bewusstsein, ein technisch optimiertes Fahrzeug zu haben, verdrängen zusätzlich die Gedanken an unangenehme Ereignisse. Dabei wird das Risiko der eigenen Fahrweise unterschätzt.

Tatsächlich kommen die meisten Menschen bei Verkehrsunfällen auf Landstraßen ums Leben. 2010 wurden dabei bundesweit 2.207 Menschen getötet. Das sind immerhin 60 Prozent aller Verkehrstoten. Deshalb ist das Thema „Landstraßen“ auch Bestandteil des „Thüringer Verkehrssicherheitsprogramms 2020“. Unter dem Motto „Denken. Fahren. Ankommen. – Mehr Sicherheit auf Thüringer Straßen“ wird darin unter anderem ausgeführt, dass „Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen auf Landstraßen ein besonders wichtiger Ansatzpunkt bei der Verkehrssicherheitsarbeit“ sind.

Auch der Verkehrssicherheitstag, der am Mittwoch, dem 12. Juni, nunmehr bereits zum elften Mal unter dem Motto „Aktion Junge Fahrer“ stattfindet, wird sich mit dem Schwerpunktthema „Sicher auf Landstraßen“ auseinander setzen.

Etwa 80 Prozent aller Unfälle auf Landstraßen haben drei Konfliktsituationen zur Ursache:

- 1. Hohe Fahrgeschwindigkeiten und dadurch Kollisionen mit schweren Folgen
- 2. Überholen, hier insbesondere die Frage der Sichtweiten
- 3. Linksabbieger und Gegenverkehr an Kreuzungen und Einmündungen


Ein Weg zur Vermeidung solcher Unfälle ist die Schaffung sicherer Landstraßen durch solche technischen Maßnahmen, wie moderner Straßenbau, Verkehrsbeschilderung und auch stationäre und mobile Geschwindigkeitsüberwachung. Andererseits muss aber auch die Akzeptanz der Nutzer des Straßenraums, also der Verkehrsteilnehmer, vorhanden sein.

Diese „subjektive Seite“ soll an diesem Verkehrssicherheitstag thematisiert werden. Unter der Überschrift „Sicher auf Landstraßen“ geht die Veranstaltung daher mit speziellen Beiträgen an den einzelnen Stationen auf dieses Thema ein.

Fakten und Hintergründe


- Schauplatz des 11. Verkehrssicherheitstages am Mittwoch, dem 12. Juni, ist die Leinefelder Goethestraße rund um die Lunaparkhalle.
- Hier wird in der Zeit von 9.00 bis 15.00 Uhr wieder ein informatives Programm geboten.
- Zielgruppe des 11. Verkehrssicherheitstages in Leinefelde sind insbesondere die jungen Fahrer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren.
- Organisiert wird die Veranstaltung wieder durch die Verkehrswacht Eichsfeld in Zusammenarbeit mit dem Kriminalpräventiven Rat der Stadt Leinefelde-Worbis und der Staatlichen Berufsbildenden Schule.
- Die „Aktion Junge Fahrer“ ist ein Projekt, welches mit Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gefördert wird.
- Neben speziellen Beiträgen zum Schwerpunktthema Thema „Sicher auf Landstraßen“ wird ein Programm in bewährtem Umfang angeboten. Neben den gewohnten und bekannten Simulatoren werden an zahlreichen Ständen vielfältige Informationen gegeben.
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