Integrationshilfe mit Geduld und viel Gefühl

Beim Hausaufgabenmachen: Franziska und Integrationshelferin Susanne Grimm.
Die achtjährige Franziska aus Geisleden leidet an einer leichten körperlichen Behinderung. Das zurückliegende Schuljahr in der Klasse 2a der Stormschule in Heiligenstadt war für das Mädchen nicht einfach, aber trotzdem sehr erfolgreich. Dazu hat neben den Eltern und den Lehrern vor allem eine Person ganz maßgeblich beigetragen - Susanne Grimm aus Birkungen.

Die 25-Jährige stand Franziska als Integrationshelferin im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres zwölf Monate lang im Schulalltag zur Seite. Wenn Franziska am Morgen mit dem Fahrdienst ankam, wurde sie von Susanne Grimm in Empfang genommen und bis in den Klassenraum begleitet. Auch während des gesamten Unterrichtes sowie anschließend im Hort beim Basteln, Spielen und den Hausaufgaben fand die Schülerin bei Bedarf ständige Unterstützung durch die FSJ-lerin an ihrer Seite.

"Der Landkreis Eichsfeld suchte Integrationshelfer für die Betreuung von Kindern mit leichter körperlicher Beeinträchtigung. Das klang für mich sehr interessant", antwortet Susanne Grimm auf die Frage, wie sie denn zu ihrem "Job" als Integrationshelferin gekommen sei. "Nachdem mir Frau Weber vom Landratsamt erläutert hatte, was es bedeutet, als Integrationshelferin zu arbeiten, dachte ich: Oje, so eine große Verantwortung! Nach einem Tag lang überlegen sagte ich aber schließlich: ‚Ja ich mache das!‘

Noch vor dem ersten Schultag besuchte ich Franziska und ihre Eltern, um sie kennen zu lernen. Die Chemie zwischen uns stimmte sofort." Und auch den ersten Kontakt mit Schulleiterin Ruth Werner, der Klassenlehrerin der 2a, Uta Kirchberg, sowie mit den anderen Pädagogen an der Heiligenstädter Stormschule, habe sie als sehr positiv empfunden. "Ich wurde vom Lehrerkollegium sehr gut angenommen, habe mich nie als Störfaktor gefühlt." Zwischen Franziska und ihr habe es dagegen am Anfang - auf beiden Seiten - etwas Schüchternheit gegeben. "Doch diese Unsicherheit legte sich bald. Ich denke, Franziska hat sich über das Schuljahr hinweg sehr gut entwickelt. Sie hat an Selbstbewusstsein gewonnen und ist selbständiger geworden." Auch sie selbst habe im zurückliegenden Jahr unheimlich viel gelernt, durfte sehr viel erleben und habe jede Menge Erfahrungen sammeln können, die sie für ihre zukünftige Arbeit als Grundschullehrerin mitnehmen, ist Susanne Grimm überzeugt.

Auf die Frage hin, was man denn als Integrationshelfer an Eigenschaften mitbringen sollte, sagt sie: "Geduld! Geduld! Geduld! Es sind Kinder, und wenn körperliche Beeinträchtigungen da sind, geht eben vieles langsamer. Man muss auf die Kinder eingehen und sie zugleich an sich heran lassen. Das schönste Erlebnis ist es, wenn man spürt, dass die Kinder dich an ihrem Leben teilhaben lassen." Danach befragt, ob es neben dem schönen auch ein schlimmes Erlebnis gab, sagt Susanne Grimm: "Ja. Der Abschied und das Wissen, dass dieses Jahr mit Franziska nun zu Ende ist, stimmen sehr traurig."

Hintergrund:
Das Sozialamt des Landkreises Eichsfeld sucht Integrationshelfer im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes, das Schulverwaltungsamt wiederum bietet jungen Menschen die Möglichkeit, ein „Freiwilliges Soziales Jahr“ als Integrationshelfer im Bereich der Grundschulhorte zu absolvieren. Den
Bundesfreiwilligendienst kann ausüben, wer seine Vollzeitschulpflicht abgeschlossen hat, außerhalb einer Berufsausbildung oder vergleichbaren
Vollzeitbeschäftigung und ohne Erwerbsabsicht ist. Nach Vollendung des
27. Lebensjahrs kann der Dienst auch als vergleichbare Teilzeitbeschäftigung
ausgeübt werden.

• Für Kurzbewerbungen:
Landkreis Eichsfeld
Hauptamt, Sachgebiet
Personal, Friedensplatz 8,
37308 Heilbad Heiligenstadt
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