Oase zum Flanieren, Verweilen und Entspannen - Leinefelder Stadtteich mit neuem Informationszentrum und Café Märten‘s Teich“

Das Café und Informationszentrum besitzt einen Ausgang mit Besucherterrasse direkt zum Stadtteich.
 
Einräumen vor der Eröffnung: Der obere Eingang zum Informationszentrum und "Café Märten's Teich" auf Ebene des Zentrales Platzes.
Leinefelde-Worbis: Märtens Teich | Am vergangenen Samstag wurde das WHA-Memorial an Märtens Teich enthüllt. Die Skulptur mit ihren drei sich an den jeweils oberen Enden gabelnden Säulen und der als Windspiel aufgesetzten drehbaren WHA-Symbolscheibe erinnert an die Verleihung des World-Habitat-Awards im Jahre 2007, mit dem der Stadtumbau in Leinefelde eine internationale Würdigung erfuhr.

Das Kunstwerk sei ein Symbol für „den beispiellosen Prozess des Stadtumbaus der letzten 50 Jahre“, erklärte Bürgermeister Gerd Reinhardt zur Einweihung am vergangenen Wochenende. Gleichzeitig konnte am Samstag feierlich das Informations-Café „Märten‘s Teich“ eröffnet werden.

Schon seit längerem plante die Stadt die Schaffung eines Informationszentrums und suchte gleichzeitig einen repräsentativen Standort für die Dokumentation über den Stadtumbau der Südstadt. Nach der Fertigstellung des Stadtteiches vor vier Jahren äußerten die Bewohner der Stadt zudem immer wieder den Wunsch nach einem Aufenthalt mit gastronomischer Betreuung direkt an Märtens Teich.

An dem Teich, der mit seiner Entwicklung von einer Lehmgrube über die Nutzung als Lösch-, Schwimm- und Angelgewässer bis zur Neugestaltung 2008 als Stadtteich einen ähnlich tiefgreifenden Prozess durchlief, fand man schließlich den richtigen Standort für den Gebäudeneubau. Letzterer bildet nun die Nahtstelle zwischen dem Leinefelder Kernbereich und der Südstadt.

Früher befand sich an der Stelle am südöstlichen Ufer ein Stollenzugang, über den der Lehm aus der ehemaligen Lehmgrube antransportiert wurde. Das neue Informationszentrum bildet mit einem Café im oberen Geschossteil auf Niveau des Zentralen Platzes sowie einem Tourist- und Informationszentrum im unteren Geschoss auf Teichufer-Niveau einen Teil der „grünen Achse“ durch die Stadt.

Beide Etagen sind über eine Innentreppe miteinander verbunden. Im Informationsbereich ist eine Mitarbeiterin der Stadt Ansprechpartnerin für die Belange der Besucher. Sanitäre Einrichtungen stehen im Café zur Verfügung. Der Zugang zum Ausstellungsraum des Informationszentrums erfolgt über einen Einschnitt in der Stützmauer, welche die Form eines dahinterliegenden Stollenganges aufweist. Der Eingang liegt zugleich auf dem Niveau des um den Stadtteich führenden Flanierweges.

Die überdachte Fläche zwischen der in den Hang eingebetteten Gebäudefassade und dem Teichufer soll als zusätzliche Ausstellungsfläche und Sammelbereich für Stadtführungen genutzt werden.

Das oben im Gebäude liegende Cafè präsentiert sich als modern gestalteter Baukörper mit einer sehr intensiven Farbgestaltung und großflächigen Glasfassaden, die interessante Ein- und Ausblicke zulassen. Auf der Straßenseite ist eine stählerne Pergola mit integriertem Schattendach vorgelagert. Das Cafe verfügt über einen separaten behindertengerechten Zugang.

Fakten:

- 2003 initiierte Leinefelde einen europaweiten Landschaftswettbewerb zur Gestaltung der so genannten „Grünen Achse Leinefelde“.
- Die „Grüne Achse Leinefelde“ erstreckt sich mit Bäumen und Grünflächen vom Bahnhof bis zum südlichen Stadtrand.
- 2008 fanden die Arbeiten zur Um- und Neugestaltung des Stadtteiches ihren Abschluss.
- Der Stadtumbau in Leinefelde findet weltweit Beachtung und Anerkennung.
- Als bedeutendste Auszeichnung dafür wurde der Stadt Leinefelde-Worbis im Jahre 2007 der „World Habitat Award“ verliehen.
- Um dem großen Informationsbedarf der Bürger und Besucher der Stadt gerecht zu werden und zugleich dem Wunsch nach einem Ort zum Verweilen mit gleichzeitiger gastronomischer Versorgung in Form eines Cafés nachzukommen, wurde das Info-Café, „Märtens Teich“ mit Unterstützung des Freistaates Thüringen geschaffen.


Hintergrund

Die World Habitat Awards wurden 1985 von der Building and Social Housing Foundation ins Leben gerufen - als Beitrag der Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Häuser für Obdachlose 1987.

Alljährlich werden zweimal fünf Finalisten gekürt und unter diesen zwei Preise vergeben, einer für ein Projekt des Südens und einer für ein Projekt des Nordens, wobei die Grenzziehung weniger der Geographie, als dem Entwicklungsstand des jeweiligen Landes entspricht.

Die Einreichungen werden von einer internationalen Expertenjury begutachtet, die Preise sind mit jeweils 10.000 Pfund dotiert und werden alljährlich am ersten Montag im Oktober, am World Habitat Day, feierlich überreicht.

2007 bekam Leinefelde den Preis für ZukunftsWerkStadt Leinefelde als Projekt des Nordens, während zeitgleich als Projekt des Südens ein Vorhaben in Kuba ausgezeichnet wurde.
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