Start frei für Fettlebe - Am 7. Februar ist „Fetter Donnerstag“ - Da darf man schlemmen und sich kulinarisch verwöhnen lassen

Sieht das nicht einfach nur lecker aus? Zum "Fetten Donnerstag" bietet die heimische Eichsfelder Küche eine Menge Spezialitäten. (Foto: Matthias Ziegler, Gastro Leinefelde GmbH)
Am 7. Februar nicht vergessen - der „Fette Donnerstag“ steht ins Haus. Schließlich sollte man solch einen Tag, an dem so richtig geschlemmt werden darf, nicht ungenutzt vergehen lassen.

Entstanden ist der so genannte „Fette Donnerstag“ in mittelalterlichen Zeiten, als sich die Masse der Menschen noch ganz strikt an den Kirchenkalender hielt. Aufgrund der vielen Richtlinien für die einzelnen Wochentage avancierte der Donnerstag vor Aschermittwoch zu Schlacht- und Backtag. Die österliche Fastenzeit stand schließlich bevor, und alles Fleisch, das in dieser Zeit hätte verderben können, musste sinnvoll verwertet werden, denn Kühlschränke und Gefriertruhen gab es zu damaligen Zeiten noch nicht.

Eine Verwertung erfolgte natürlich am besten im eigenen Magen, sodass der besagte „Fette Donnerstag“ nun mal zu einer ausgemachten „Fresserei“ einlädt. In vielen Gebieten Thüringens ist dieser Tag allerdings beinahe in Vergessenheit geraten, nicht aber im Eichsfeld.

Die Menschen hier, die immer noch sehr zahlreich im kirchlichen Glauben verwurzelt sind, haben sich den „Fetten Donnerstag“ bewahrt und ihn geradezu zu einem Festtag gemacht. Was allerdings auch nicht weiter wundert, da die Eichsfelder Küche gar viele Köstlichkeiten bietet, denen man daheim bei Mutti ebenso frönen kann, wie eben auch in den uriger Eichsfelder Gastlichkeit.

In diesem Jahr fällt der „Fette Donnerstag“ - anderswo auch „Schmotziger Donnerstag“ oder „Schwerdonnerstag“ genannt - auf den 7. Februar. Das bedeutet, am kommenden Donnerstag darf man ganz legitim mal die Sorge um die drohenden „Hüft-Schwimmringe“ und den verrückt spielenden Cholesterinspiegel vergessen und so richtig reinhauen.

Zum Verzehr erlaubt ist so ziemlich alles, vom dicken Wurstbrot über Krapfen bis hin zur fetttriefenden Schweinshaxe. Wer spartanischer speist, ist selber schuld.

Na dann, guten Appetit!

Wissenswertes


Den „Fetten Donnerstag“ kennt man als Brauch beispielsweise auch in Polen, wo er „zapusty“ genannt wird und - um es mal ganz drastisch auszudrücken - das große Fressen erlaubt. Die beliebtesten Mahlzeiten bei unseren östlichen Nachbarn sind dabei Berliner (Paczki) sowie „faworki“.
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1 Kommentar
13.091
Eberhard :Dürselen aus Weimar | 05.02.2013 | 18:33  
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