Über die Ursprünge - Neustadt bereitet sich auf die Feierlichkeiten zu 750 Jahre Ersterwähnung vor

Seit 1. Dezember 2010 gehört Neustadt gemeinsam mit Großbodungen und Bischofferode zur Landgemeinde „Am Ohmberg“.
 
Der Ort feiert vom 13. bis 15. Juli den 750. Geburstag seiner urkundlichen Ersterwähnung und erwartet hierzu viele Gäste.
Bischofferode: Anger | Kaum zu glauben, doch die rund drei Kilometer südlich von Neustadt liegende Hasenburg war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt und stellte bis in das Hochmittelalter hinein eines der bedeutendsten Machtzentren des Eichsfeldes dar.

Zuletzt residierte auf ihr als Reichsburg Kaiser Heinrich IV. Im Verlauf des Sachsenkrieges wurde die Hasenburg im Jahre 1074 zerstört. Im „Heimatborn“ ist der Kampf geschildert worden, der unter Kaiser Heinrich IV. von August 1073 bis Januar 1074 um die Hasenburg geführt wurde.

Dass Neustadt nicht so alt ist wie die meisten anderen Dörfern, geht ja schon aus dem Namen hervor. Auch die Bauart des Dorfes lässt auf eine verhältnismäßig späte Entstehung schließen. Neustadt wuchs nicht auf natürliche Weise im Laufe der Zeit. Vielmehr wurden wenigstens die beiden Hauptstraßen in einem Zuge erbaut. Erstmals erwähnt wird Neustadt als „Nova Civitas“ in einer von Papst Urban IV. im Jahre 1262 ausgestellten Urkunde.

Carl Duval berichtet, dass der Ort 1662 in Folge der Pest fast völlig entvölkert war, man zählte damals nur noch 122 überlebende Einwohner. Neustadt gehörte bis zur Säkularisation zum Staatsgebiet des Mainzer Erzbistums.

König Friedrich Wilhelm III. nahm 1802 das gesamte Eichsfeld für Preußen in Besitz. 1806 bis 1813 war das französisch besetzte Eichsfeld Teil des Königreichs Westphalen, nach dessen Auflösung es wieder an Preußen übergeben wurde. Auf dem Wiener Kongress wurde das Eichsfeld 1815 geteilt. Neustadt wurde dem Obereichsfeld zugeteilt.

Um 1900 herum begann auch im Eichsfeld die Erkundung und Erschließung der untertägigen Kalisalz-Vorkommen. Der Ortsteil Neubleicherode, rund zwei Kilometer westlich der Ortslage Neustadt gelegen, geht auf einen ehemaligen Kalischacht zurück, dessen Förderturm und die Nebengebäude noch heute weithin zu sehen sind.

Am 1. Dezember 2010 wurde Neustadt mit den Gemeinden Großbodungen und Bischofferode zur Gemeinde „Am Ohmberg“ zusammengeschlossen. Das Neustädter Ortswappen zeigt die so genannte Tanzlinde als Wahrzeichen des Ortes.

Den heute etwa 375 Jahre alten Baumriesen in der Ortsmitte gibt es wirklich. Er wurde nach dem 30-jährigem Krieg als ein lebender Zeuge des Neubeginns gepflanzt. Heute hat die Angerlinde einen Kronen-Durchmesser von etwa 14 Metern. Der Breitenwuchs der Krone wurde von Anfang an durch entsprechenden Beschnitt vom Menschenhand erreicht.

2012 nun kann Neustadt den 750. Geburtstag seiner urkundlichen Ersterwähnung feiern und hat dazu ein umfangreiches Festprogramm vorbereitet. Vom 13. bis 15. Juli erwartet alles Neustädter und ihre Gäste ein bunter Mix aus Musik, Tanz und jeder Menge Aktionen. Höhepunkte werden ein Familien- und Kindernachmittag am Samstag sowie die Einweihung des Dreifaltigkeitsbildstockes an der Dreifaltigkeitslinde und des restaurierten historisch wertvollen Grenzsteines sein.

Veranstaltungen zum 750. Ortsjubiläum Neustadts

Freitag, 13. Juli:

- 19:00 Uhr Festveranstaltung im Festzelt mit Begrüßung und Ansprache durch den Bürgermeister, einem Vortrag über den Namen „Solf“ von Raban Prof. Dr. Graf von Westphalen
- 20:00 Uhr Tanz mit „Sound´ mix“


Samstag, 14. Juli:
- 10:00 Uhr Ausscheid der Jugendfeuerwehren
- 15:00 Uhr Familien- und Kindernachmittag mit Gaukler „Reimar der Riese“ im Festzelt
- 22:30 Uhr Musik mit den „Rock Tigers“


Sonntag, 15. Juli:
- 10:00 Uhr Festhochamt in der Dorfkirche mit Propst Gremler und Pfarrer Husmann
- Anschließend Einweihung des Dreifaltigkeitsbildstockes an der Dreifaltigkeitslinde und des restaurierten Grenzsteines
- Es schließt sich ein Frühschoppen mit den „Brehmetaler Musikanten“ an
- 14:00 Uhr Festumzug mit Blaskapelle und Spielmannszug
- Ausklang im Festzelt
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