Geocaching: Moderne Schatzsucher sind unterwegs

Kompass, Landkarte und GPS-Gerät gehören zur Ausrüstung eines Geocachers.
 
Auch im Eichsfeld machen sich immer mehr Schatzsucher auf und erkunden den Landkreis oder verstecken neue Schätze.
Geocaching ist eine Mischung aus Schnipseljagd und moderner Schatzsuche. Meist junge Leute sind ganz fasziniert von dieser neuartigen Schatzsuche, die verschiedenste Möglichkeiten bietet.

So auch Thomas aus Heiligenstadt, der über Studienkollegen auf‘s Geocaching gestoßen ist. "Im Internet kann sich der Suchende die Koordinaten für einen bestimmten Cache heraussuchen", erklärt er. Dann geht es los, mit GPS-Empfänger und Landkarte macht sich der Sucher auf den Weg. Das ist noch die einfachste Variante.

Für geübte Sucher gibt es höhere Schwierigkeitsstufen. Dabei muss vielleicht zuerst ein Rätsel gelöst oder bestimmte Hinweise gefunden werden müssen. Für manche Caches muss geklettert werden, andere liegen auf dem Grund eines Flusses oder Sees. "Die Möglichkeiten sind unbegrenzt, nicht alle Verstecke können einfach so gefunden werden und gerade darin liegt die Herausforderung", freut sich Thomas. Ganz besonders liebt er an seinem neuen Hobby, dass es in der Natur stattfindet. "Man ist viel draußen unterwegs und lernt so seine Umgebung besser kennen".

Ein weiterer Anreiz ist, dass sich die Verstecke mittlerweile über den gesamten Globus erstrecken. Das bedeutet, dass das Hobby auch im Urlaub ausgeübt werden kann, was die Sammelleidenschaft noch mehr beflügelt, wenn ein exotischer Cache gefunden wurde. Auch hier im Eichsfeld sprießen die Verstecke wie Pilze aus dem Boden. Allein in der Nähe der Burg Hanstein finden sich mehrere Verstecke. Noch wenige Teile des Landkreises sind ohne versteckten Schatz. An der Fundstelle findet der Sucher in den meisten Fällen eine kleine Metalldose. Immer enthalten ist ein Logbuch, in das man sich eintragen kann. "Häufig entdeckt man hier bekannte Namen, mit denen man sich dann im Internet über den Fund austauschen kann", berichtet Thomas.

Dadurch entstehen auch immer wieder neue Freundschaften. Manche Verstecke beherbergen außerdem kleine Gegenstände, die dann getauscht werden können. "Das heißt ich nehme den Gegenstand mit, hinterlasse aber einen anderen", erklärt der Profi.

Auch im Jugendzentrum in Leinefelde ist man auf diesen Zeitvertreib gestoßen und lädt alle Interessierten am 16. August zum großen Geocaching-Nachmittag ein. "Eine Profi-Sucherin wird uns in diese Art der modernen Schatzsuche einführen und gemeinsam suchen wir dann in der Umgebung nach einem versteckten Preis", kündigen die Organisatoren vom Jugendzentrum an.

Was ist das?
• Als Geocaching bezeichnet man eine elektronische Schatzsuche
• Caches sind die Verstecke, die anhand geografischer Koordinaten im Internet veröffentlicht werden und anschließend mit Hilfe eines GPS-Gerätes gesucht werden • Möglich ist jedoch auch die Suche mittels genauem Kartenmaterials
• Der Begriff Cache kommt aus der Computersprache und bedeutet "versteckter Speicher"
• Am Versteck befindet sich in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich meist ein Logbuch sowie verschiedene Tauschgegenstände befinden
• Jeder Besucher trägt sich ins Logbuch ein, um seinen Fund zu dokumentieren
• Caches werden mittlerweile weltweit versteckt

Stefanie Rödiger
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1 Kommentar
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Tobias Schindegger aus Gotha | 04.05.2012 | 13:34  
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