Rasanter Sieg beim Heimrennen - Nach einer Zwangspause im vergangenen Jahr gab es jetzt wieder ein Ibergrennen Markus Wüstefeld ging für den Heiligenstädter Motorsportclub an den Start

  Heiligenstadt Heilbad: Iberg | 7.00 Der Wecker klingelt. Markus Wüstefeld (40) und sein Team haben die Nacht vor dem Rennen im LKW verbracht. Noch etwas müde und schon aufgeregt starten sie in den großen Renntag.

7.05 Mit dem Motorrad geht es jetzt auf die Strecke. Ein letztes Mal vor dem Start will sich der Rennfahrer die Kurven genau einprägen, damit im ersten Lauf nichts schief geht.

7.45 Das Frühstück steht auf dem Tisch. Noch hoch konzentriert von der letzten Testfahrt mit dem Motorrad über die Strecke gönnt sich Markus Wüstefeld einige ruhige Minuten mit frischen Brötchen vom benachbarten Bäcker.

8.30 Ein Blick in den Himmel und auf die Wetterkarten verrät dem vierköpfigen Team rund um Markus Wüstefeld, dass beim ersten Lauf die Slicks zum Einsatz kommen werden.

8.55 Nun geht es ans Fahrzeug. Letzte Kleinigkeiten werden korrigiert. Das Fahrwerk und der Luftdruck werden überprüft, bevor es daran geht, den Motor warm laufen zu lassen.

9.25 Nun heißt es warten. Markus Wüstefeld startet in der Gruppe H. Wenn alles gut läuft und die ersten Fahrer ohne Unterbrechung den Berg erklimmen konnten, wird seine Gruppe gleich aufgerufen. Konzentration und Nervosität steigen an. „Schließlich ist es das Heimrennen vor dem eigenen Publikum“, betont der Motorsportfreund.

9.40 Die letzten Vorbereitungen werden abgeschlossen, der Helm aufgesetzt und die Gurte festgeschnallt.

9.55 Die Gruppe H wird aufgerufen. Mit seinem Mercedes Benz AMG 190Evoll begibt sich Markus Wüstefeld in die Startvoraufstellung und wartet bis er an der Reihe ist.

10.10 Bisher lief alles reibungslos, nur wenige Unterbrechungen bremsten die Rennfahrer aus. Im 30-Sekunden-Takt gehen sie auf die Strecke. Der Mercedes kommt dem Startpunkt immer näher. Nach einer kurzen Unterbrechung ist es soweit, Markus Wüstefeld steht am Start.

10.26 Die Ampel schaltet auf grün. Mit der Startnummer 270 begibt sich Markus Wüstefeld als letzter seiner Gruppe auf die zwei Kilometer lange Strecke. Nach exakt einer Minute, zwei Sekunden und 13 Hundertsteln durchfährt er das Ziel mit 165 Stundenkilometern.

10.50 Der erste Lauf ist beendet. In einer Schlange rollen die Fahrzeuge den Berg wieder hinab.

11.00 Für den Rennfahrer und sein Team heißt es nun sich zu sammeln und den ersten Lauf zu analysieren. Zufrieden blickt er auf seine Zeit und vergleicht diese mit der direkten Konkurrenz. Ganze sieben Sekunden liegt er vor dem zweitschnellsten seiner Klasse.

11.15 Die Räder werden abmontiert und gereinigt. Lose Teile festgezogen und alles noch einmal überprüft, um einen souveränen zweiten Lauf gewährleisten zu können.

11.35 Über die Lautsprecheranlage ertönt der Aufruf für die Gruppe H sich in die Startvoraufstellung zu begeben. Erneut begibt sich Markus Wüstefeld auf die Strecke und ist nur acht Hundertstel langsamer, als im ersten Lauf. Auch jetzt kann keiner seiner Konkurrenten die Zeit des Lokalmatadoren toppen.

12.10 Mittagspause. Lange kann sich Markus Wüstefeld nicht ausruhen. Da es sich um sein Heimrennen handelt kommen immer wieder interessierte Leute zu ihm ins Fahrerlager. Eine Unterhaltung knüpft sich an die andere.

13.30 Das Rennen geht weiter. Auch im dritten Lauf kommt der Mercedes nach einer Minute und zwei Sekunden ins Ziel.

16.30 Zum letzten Mal an diesem Renntag steht Markus Wüstefeld am Start. Noch einmal holt er alles aus seinem Fahrzeug heraus, kann aber die Zeit des ersten Laufes nicht mehr toppen. Während er den Iberg erklimmt sind seine Kollegen im Fahrerlager schon mit dem Einpacken der ersten Teile beschäftigt.

17.10 Es ist geschafft, mit einer Gesamtzeit von 4 Minuten und neun Sekunden liegt er deutlich vor seiner Konkurrenz in der Klasse H (mehr als 2 Liter Hubraum). Als bester Starter des ausrichtenden Heiligenstädter Clubs reiht er sich außerdem auf dem 11. Platz im Gesamtklassement ein. Mit einem Pokal wird er zusammen mit allen anderen Gewinnern bei der Siegerehrung bedacht.

18.00 Für den Fahrer und sein Team ist der Renntag beendet. Nachdem alles in den LKW geladen ist, geht es nach Hause. Markus Wüstefeld ist froh, dass sein Heimweg nur sehr kurz ist. Am Ende eines spannenden aber auch anstrengenden Rennwochenendes in Heiligenstadt kann er eine positive Bilanz ziehen. „Alles war super organisiert und die wenigen Unterbrechungen und glimpflichen Unfälle sprechen für sich“. Nach dem gelungenen Auftakt freut er sich auf die weiteren Rennen der Saison. Zwar fährt er nicht mit um den Bergpokal, der Start bei einigen anderen Rennen ist aber dennoch geplant.
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