Sport ist Board - Eichsfelder Longboarder laden zum ersten Freeride am I-Berg

Noch nicht allzu bekannt ist für viele das Longboarden, als eine besondere Art des Skateboardens, doch im Eichsfeld gibt es bereits eine organisierte Gruppe Sportler, die sich unter dem Dach des seit einem Jahr bestehenden 1.Eichsfelder Sportclubs zusammengefunden haben. „ESCape“ nennen sich die jungen Sportler, ein Name, der für sie vielerlei Bedeutungen birgt. „Zum einen bedeutet escape ja Flucht“, berichtet Tim Krchov, einer der sieben begeisterten Longboarder und möchte darauf hinweisen, dass der Sport als Flucht aus dem Alltag gesehen werden kann. Zum anderen setzt sich der Teamname aus den Initialen des Sportclubs (ESC) und dem englischen Wort für Affen zusammen. „So haben wir auch schnell ein Logo gefunden und den Affen darin quasi integriert“, lacht Tim. Mit ihrer ersten Großveranstaltung, die den Titel „I-Berg-Freeride“ trägt wollen die Sportler am kommenden Wochenende auf sich aufmerksam machen.
Ziel der Eichsfelder Longboarder ist es nämlich den Sport auch der breiten Masse bekannt zu machen und weitere junge Anhänger zu finden. Dazu sollen unter anderem Workshops abgehalten werden. Auch eine Stelle für ein Freiwilliges soziales Jahr (FSJ) ist in Planung, doch auch wenn das Konzept bereits steht und vielerorts Zuspruch finden konnte, fehlen doch noch rund 3000 Euro, die über Sponsoren eingebracht werden müssten. „Für das FSJ gäbe es zahlreiche Aufgaben, neben den Workshops könnten auch in Zusammenarbeit mit Jugendlichen Bretter für den Verein gebaut werden. Es könnten Kurse an Schule abgehalten werden und vieles mehr. Es wäre also eine Stelle, die voll und ganz der Jugend im Landkreis zu Gute kommen würde“, gibt Gregor Stöber, Abteilungsleiter der Longboarder zu denken und hofft auf weitere Sponsoren. „Wir möchten auch mit den allbekannten Vorurteilen aufräumen“, betont er. So sei das Longboarden nicht gefährlicher als andere Sportarten, auch wenn natürliche Knochenbrüche und Hautabschürfungen möglich sind. „Aber eben nicht wirklich häufiger, als bei anderen Sportarten“, betont Tim Krchov. Auch sei es kein einfacher Sport, wie viele immer meinen. „Es gehört doch mehr dazu, als sich einfach aufs Brett zu stellen und einen Berg runterzufahren“, möchte Gregor Stöber klarstellen. Präzisionsvermögen und Kontrolle bei hohen Geschwindigkeiten seien Eigenschaften, die den Sport so spannend machen. Wer sich einmal selbst davon überzeugen möchte, der kann am kommenden Samstag um 9.30 Uhr an einem Newcomer-Workshop teilnehmen und die Grundlagen des Sports erlernen.

Besonders stolz sind die Longboarder, dass sich mit Sebastian Hertler der amtierende deutsche Meister zu ihrem Freeride am kommenden Wochenende am Heiligenstädter I-Berg angemeldet hat. Auch sonst ist das Fahrerfeld gefüllt mit Namen, die man sonst bei etablierten Downhillveranstaltungen, wie dem Häldenrennen (deutsche Meisterschaft) oder dem Almabtrieb bei Regensburg (ehemals Weltmeisterschaft) sehen kann. Außerdem gelang es den Sportlern die Veranstaltung gleich im ersten Jahr durch die „Downhill Longboard Liga“ als einem Teil des Deutschen Longboard Verbandes akkreditieren zu lassen, die außerdem ein Team von erfahrenen Rennjuroren entsenden. Und für die Zuschauer wird auf jeden Fall ein spannendes Rennen, denn die Longboarder starten immer in Vierergruppen. Da die Straße am I-Berg sehr breit ist, sind dadurch natürlich spannende Überholmanöver möglich.

Info – Was ist Longboarden:

Longboarden ist eine spezielle Art des Skateboardens, bei dem das Board in der Regel einen größeren Achsabstand besitzt und auch sonst länger ist. Auch die Rollen sind größer als beim normalen Skateboard. Unebenheiten und größeren Geschwindigkeiten sind dabei möglich. Beim Downhillboarden können Geschwindigkeiten von über 100 Kilometer pro Stunde erreicht werden.

Anmeldungen und weitere Informationen sind über die Internetseite des 1. Eichsfelder Sportclubs unter www.eichsfelder-sportclub.de möglich.

Terminhinweis:

1. Freeride am 24. und 25. August am Iberg in Heiligenstadt
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