Den bunt gefiederten Exoten verschrieben - Vom Ara bis zum Kakadu - Verein der Dingelstädter Vogelfreunde von 1906 e.V.

Rumhold Nimser und Vereinsmitglied Martin Weinrich im Gespräch.
 
Ist neugierig und dabei auch noch höflich: Dieser Graupapagei kann sprechen und meldet sich mit einem "Hallo" zur Wort.
Dingelstädt: Schützenhaus | DINGELSTÄDT. Es ist 5.30 Uhr. Während andere sich noch im Bett herum drehen, kümmert sich Martin Weinrich - noch bevor sich auf den Weg zur Arbeit macht - um seine Vögel. Die exotischen Tiere in den ingesamt sechs Volieren wollen gefüttert werden.

Ein 15 Jahre alter Graupapagei begrüßt den Steinbacher sogleich mit einem „Guten Morgen“. Während sich einige der Vögel mit Körnerfutter und separat geschältem Obst zufrieden geben, sind die Gebirgsloris schon etwas anspruchsvoller. Für sie mischt Martin Weinrich einen besonderen Brei zusammen, in den er unter anderem Äpfel, Birnen und Bananen püriert.

Vier der insgesamt zwölf Loris sind so zutraulich, dass sie sofort an den Futternapf kommen. Auch frisches Wasser erhalten die Tiere. Bis zu 30 Minuten nimmt die morgendliche Fütterung in Anspruch. Erst, wenn alle seine bunt gefiederten Schützlinge versorgt sind, macht sich Martin Weinrich auf den Weg zur Arbeit. Am Abend wird er sich dann erneut den Tieren widmen, die Volieren reinigen und anderes mehr.

Der Steinbacher ist eines von insgesamt 20 Mitgliedern des Vereins der Dingelstädter Vogelfreunde von 1906 e.V. die sich ganz der Haltung und Zucht von exotischen Vögeln verschrieben haben.

„Ich züchte Exoten schon seit meiner Kindheit. Das kennzeichnet übrigens die meisten Mitglieder unseres Vereins“, meint Rumhold Nimser aus Dingelstädt. In den Volieren der Vogelfreunde, die längst nicht alle in Dingelstädt beheimatet sind, sondern sich vielmehr über den gesamten Landkreis Eichsfeld verteilen, finden sich Papageien, Aras, Loris, Kakadus, Kanarienvögel, aber auch Ziertauben.

„Jeder hat bei den Exoten so seine Vorlieben und sich daher spezialisiert“, weiß Rumhold Nimser, der selbst Graupapageien und Agaporniden (übersetzt Unzertrennliche) züchtet. Erstere, weil sie sehr intelligent und zutraulich sind, Letztere, weil sie eine starke Paarbindung eingehen, die normalerweise ein Leben lang hält.

Neben der Farbenpracht sind es gerade die besonderen Eigenschaften, welche die zwischen 25 und 71 Jahre alten Züchter an ihren Tieren so zu schätzen wissen. Und die sie erhalten wollen.

Um sich überhaupt der Exotenzucht widmen zu können, muss man über eine Prüfung beim Veterinäramt oder der Oberen Naturschutzbehörde eine entsprechende Berechtigung erwerben. Natürlich sind auch noch andere Dinge wichtig. Dazu gehört neben den entsprechenden räumlichen, finanziellen und materiellen Voraussetzungen auch das nötige Wissen.

„Und Geduld“, weiß Martin Weinrich. „Manche Vögel werden erst mit drei Jahren oder noch später zuchtreif, und dann kann es immer noch vorkommen, dass manche Paare nicht zusammen harmonieren.“

Zu den Höhepunkten im Vereinsleben der Dingelstädter Vogelfreunde gehören die alljährlich selbst organisierten Vogelausstellungen - immer abwechselnd in Dingelstädt und Heiligenstadt, bei denen rund 50 verschiedene Vogelarten zu erleben sind.

Die nächste Vogelausstellung


- Der Verein Dingelstädter Vogelfreunde von 1906 e.V. Lädt am 5. und 6. Oktober, jeweils ab 10.00 Uhr, zu einer großen Vogelschau mit Tombola und Vogelbörse in das Dingelstädter Schützenhaus ein.
- Weitere Informationen zur Ausstellung, aber auch zum Verein, findet am im Internet unter http://www.gut-hohl.de/Dingelstaedt.htm
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