Echte Sammelleidenschaft - In Kirchworbis zu sehen: Spielzeug, Puppen, Waffen, Gefäße und Gerät aus vergangenen Zeiten

Herzlich willkommen in der Bergstraße 6 zum Tag der offenen Tür, sagen Renate und Peter Langer und der Heimatverein Kirchworbis.
 
Beim Sammeln von Spielzeug haben sich die Langers vor allem den Puppen verschrieben, sie aus der ganzen Welt zusammen getragen, darunter auch viele Exoten, wie dieses Stück aus Peking.
Kirchworbis: Historisches Fachwerkhaus | Es ist eines der ältesten Häuser in Kirchworbis und war Bestandteil eines Gutshofes sowie der dörflichen Befestigungsanlagen - das Fachwerkhaus in der Bergstraße 6.

Erstmals urkundliche Erwähnung findet es im Jahre 1802 als das ehemalige Schäferhaus des Gutes. Als Besitzer wird in der Urkunde ein Caspar Kaufung genannt. Um 1840 erweiterten drei Brüder das Gebäude mit dem Anbau eines Torhauses.

Heute entdeckt man an der Außenfassade eine Informationstafel mit der Auflistung der Hausbesitzer, angefangen mit der ersten urkundlichen Erwähnung 1802. Es sind ganze Generationen, die da aufgeführt sind. Ganz unten steht neben der Jahreszahl 2006 Renate Langer mit dem Spruch „Mein Haus ist nicht mein, nach mir zieht ein anderer ein“. Noch ist es jedoch ihr Haus und das ihres Mannes Peter.

Die Langers sind eigentlich im Twistetal bei Bad Arolsen zu Hause. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude in der Bergstraße 6 in Kirchworbis haben sie mit viel Hingabe saniert.

Die Außenfassade präsentierte sich pünktlich zur 800-Jahrfeier der Gemeinde im neuen historischen Glanz, nun ist auch die Innensanierung abgeschlossen. Renate und Peter Langer nutzen das Gebäude als Wochenendhaus, wobei es längst mehr als das ist.

Aufgrund der ausgeprägten Leidenschaft der Langers für historische Dinge hat sich das Haus in ein regelrechtes Museum verwandelt. Wer das Objekt betritt, stößt bereits im Torhaus auf ein buntes Sammelsurium aus historischem landwirtschaftlichen Gerät, Werkzeug, uraltem Mobiliar und Tongefäßen. Vom Holzpflug über zwei Jahrhunderte alte Tonkrüge bis zum Schweinetrog - unter den mehr als einhundert Sammlerstücken gibt es fast nichts, was es nicht gibt.

Dabei ist das nur die Spitze des Eisberges, sozusagen eine Vorbereitung auf das, was die Räumlichkeiten des Fachwerkhauses und der angrenzenden Gelasse noch beherbergen. Die Sammelleidenschaft der Langers, die Mitglied im Heimatverein Kirchworbis sind, reicht weit - sehr weit! Historische Bilder, Heiligenfiguren, alte Waffen, Küchengeräte, eine komplette historische Waschküche, Gefäße und Figuren füllen sämtliche Zimmer sowie Innen- und Außenwände.

Ganz besonders angetan hat es Peter Langer jedoch historisches Spielzeug. Was bei seiner Herkunft nicht wundert, war er doch lange Zeit als Museumsleiter tätig und sitzt auch heute noch im Vorstand des Vereins Waldecksches Spielzeugmuseum e.V. Vor allem Puppen und Puppenstuben aus allen Jahrhunderten und bis in die 50er Jahre hinein stehen im Fokus der Sammelleidenschaft. Was die Langers da in 48 Jahren privat zusammen getragen haben, füllt einen großen Raum.

Unter den Puppen gibt es auch viele Exoten, aus China, Südafrika, Ceylon - aus allen Teilen dieser Welt. Darunter finden sich rund 200 Barbie-Puppen, angefangen mit der allerersten aus dem Jahre 1959, bis heute.

Mit der Sammelleidenschaft wuchs auch das Wissen. So kann Peter Lange heute mit etwa 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit ohne lange Recherche das Alter, die Herkunft und den Hersteller einer jeden Puppe, die existiert, bestimmen.

Hintergrund

Familie Langer und der Heimatverein Kirchworbis laden am Samstag, dem 6. Oktober, ganz herzlich zu einem „Tag der offenen Tür“ sowie zu einem Flohmarkt zu Gunsten des Heimatvereins in die Bergstraße 6 ein. Für Essen und Trinken ist gesorgt.
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