Jugendflamme für Nachwuchskameraden - Gemeinsame Jahresabschlussübung für die Verwaltungsgemeinschaft Hanstein/Rusteberg

  Marth: Feuerwehr | Es ist kurz vor 14 Uhr an einem Samstagnachmittag, als die Nachwuchs-Floriansjünger der Marther Feuerwehr zur Einsatzübung gerufen werden. Laut Alarmierung brennt es im Kastanienhof nahe der Bushaltestelle, das haben sich die Organisatoren rund um Jugendwart und Einsatzleiter Christian Eckardt erdacht. Als Erste erreichen die Mädchen und Jungen der Marther Feuerwehr den fiktiven Unglücksort und alarmieren sofort weitere Wehren nach. Am Ende sind es knapp 50 Kinder und Jugendliche aus den Orten Marth, Bornhagen, Lindewerra, Gerbershausen und Arenshausen, die sich an der Übung beteiligen. „Das ist unser Jahresabschluss, hier kann und muss jeder beweisen, was er im letzten Jahr gelernt hat“, erklärt der Einsatzleiter.

Zahlreiche Herausforderungen warten bei dieser Übung auf die Nachwuchsfeuerwehrleute. Neben sechs vermissten Menschen müssen
aus dem Nebengebäude Gasflaschen und Benzinkanister geborgen werden, Gefahrgut, das keinesfalls in Brand geraten sollte. Einige der Opfer müssen mit Trage und Steckleiter aus einem einsturzgefährdeten Bereich der Scheune gerettet werden. Die Übung verlangt von allen Mitgliedern vollste Konzentration. Neben dem Löschen des Gebäudes und der Bergung der Vermissten ist auch Wissen im Bereich der ersten Hilfe gefragt. Verbrennungen, Brüche und Blutungen werden simuliert und müssen von den Helfern erkannt und behandelt werden. Wer nicht ansprechbar ist, wird in die
stabile Seitenlage gebracht. Nach einer halben Stunde ist alles vorbei, die Jugendwehren haben die Übung mit Bravour gemeistert. Insgesamt acht der zwischen 10 und 13-jährigen erhalten im Anschluss das Abzeichen Jugendflamme 1“, sieben ältere Floriansjünger bekommen die „Jugendflamme 2“. Die Ausbilder der verschiedenen Orte sind mit der Leistung ihrer Schützlinge zufrieden. „Sie haben wirklich gut dazugelernt im vergangenen Jahr“, ist die einstimmige Meinung.

Generell liegt hinter den Kindern und Jugendlichen ein ereignis- und lehrreiches Jahr. Erst Anfang des Monats haben sie an einem Weltrekordversuch der niedersächsischen Jugendfeuerwehr teilgenommen. Mit 40 Teilnehmern, der größten Gruppe aus dem Landkreis Eichsfeld hatten sich die Mädchen und Jungen aus der VG Hanstein/Rusteberg auf den Weg in den Heidepark Soltau gemacht. Insgesamt waren es 9863 Rekordversuch-Teilnehmer aus ganz Deutschland, also nur knapp weniger als die erwarteten 10000. Dennoch reichte es für den Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde. Für die Eichsfelder Teilnehmer ein spannendes Erlebnis. „Überall Mädchen und Jungen in blau-orangen Uniformen, das war ein Spaß“, erinnert sich Eckardt zurück. Den Ausbildern der VG ist es ein besonderes Anliegen die Kinder und Jugendlichen ordentlich auszubilden und sie mit Spaß und Freude an die Jugendfeuerwehr zu binden. „Deshalb gibt es jährliche gemeinsame Zeltlager und andere Ausflüge“, berichtet er weiter und fügt an: „Die Jugendfeuerwehr ist unsere Zukunft, wir brauchen sie später in der Einsatzabteilung.“ Deshalb wird in der VG viel Zeit und Energie in die Ausbildung des Nachwuchses gesteckt. „Der Erfolg und die rege Beteiligung geben uns Recht“, findet Christian Eckardt, auch wenn ihn und seine Kameraden von anderen Feuerwehren ab und an Nachwuchssorgen plagen.
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