Für die Karnevalisten aus Beuren startete die diesjährige Faschingssaison am 4. Februar, aber nicht vor heimischem Publikum, sondern fast schon traditionell im Nachbarort Wingerode. Hier gibt es schon seit mehreren Jahren keinen eigenständigen Faschingsverein mehr und so kam es, dass die Beuerschen Narren einmal jährlich mit Sack und Pack nach Wingerode reisten. Mittlerweile zählen immer mehr "Härnzen", wie die Wingeröder genannt werden zum Beuerschen Carnevalsverein (BCV). Was im Nachwuchsbereich vor allem in den Kindertanzgruppen begann ist zu einer tollen Zusammenarbeit auch im Erwachsenenbereich geworden.
Ein kleines Jubiläum konnten in diesem Jahr die Wingeröder Büttenredner Waltraud Schmerbauch und Frank Friese feiern. Bereits seit 10 Jahren erfreuen sie ihren Ort alljährlich mit den neusten und lustigsten Begebenheiten aus der Gemeinde und natürlich auch aus dem Nachbarort.
Insgesamt zeigten die Narren vom BCV ein knapp vierstündiges und buntes Programm. Eine tolle Mischung aus Bütten,Sketchen und Tänzen. Überrascht stellte der Vereinsvorsitzende Markus Drößler fest, dass sich die Büttenredner in diesem Jahr alle Verstärkung geholt hatten und nur im Doppelpack auftraten.
Tänzerisch brachten die Narren wieder zahlreiche Höchstleistungen auf die Bühne. Angefangen im Nachwuchsbereich mit den verschiedenen Gardetänzern. Mit Stolz kann der Verein seit drei Jahren sowohl ein Tanzpärchen, eine gemischte Garde als auch ein Tanzmariechen sein Eigen nennen. Und letzteres kommt sogar aus dem Nachbarort. Aber auch im Showtanzbereich und bei den Erwachsenen müssen sich die Narren nicht verstecken. Während die Kinder als Bob der Baumeister, kleine Rennfahrer und Alpentänzer für Stimmung sorgten, traten die Damen als Gladiatoren, Hexen und Russinen auf die Bühne. Die Stimmung zum Kochen brachten zu guter letzt die Männer mit ihrem Popeye-Tanz.
Mit einem etwas anderen Helene-Fischer-Double sowie dem scheidenden Showmaster Thomas Gottschalk und Michelle Hunziker beendeten die Narren ihre Programm, ließen die Wingeröder jedoch noch zu einigen Wetten antreten.
Fast flächendeckend wälzte sich eine schwarze Gewitterwolke am Sonntagnachmittag über den gesamten Landkreis. Mit Blitz, Hagel, Sturm und Regen richtete das Unwetter zahlreiche Schäden an. In vielen Orten mussten die Feuerwehren ausrücken und Keller leer pumpen sowie Straßen vom Schlamm befreien. Als erstes brach das Unwetter über Heiligenstadt herein und setzte dort dem Stadtfest ein jähes Ende.
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