22. Blasmusikfest in Tröbnitz entwickelte sich zur Hitzschlacht - der langjährige Leiter des JBO, Uwe Körnig, wurde zum Ehrenmitglied ernannt

Szenen aus dem Musical "Die nörgelnde Niesmuschel".
 
Szenen aus dem Musical "Die nörgelnde Niesmuschel".
Tröbnitz: Festscheune | Mit der Ehrenmitgliedschaft im Jugendblasorchester Tröbnitz (JBO) wurde am Sonntag zum nunmehr 22.Blasmusikfest in Tröbnitz der langjährige Orchesterleiter des JBO, Uwe Körnig, bedacht. "Damit habe ich absolut nicht gerechnet, zumal ich schon seit fünf Jahren nicht mehr der musikalische Leiter des JBO bin" berichtet der völlig überraschte Uwe Körnig Minuten nach der Ehrung.

Trotz sengender Hitze machten sich Orchester wie Blasmusikfreunde auf den Weg in die Tröbnitzer Festhalle. Wenn auch eindeutig zu sehen war, dass die Besucherplätze zahlreiche Lücken aufwiesen, so freute sich Ingrid Staps - Vorsitzende des JBO Tröbnitz - dass besonders die Stammgäste die Hitze nicht scheuten.

So kam auch Peter Oertel mit Frau aus Jena extra nach Tröbnitz, um sich den Musikgenuss nicht entgehen zu lassen. "Seit 1996 kommen wir jedes Jahr hier her, das ist quasi ein Pflichtprogramm für uns. Und wir kommen sehr gern hierher. Besonders, wegen der guten Verbindung zu den Tröbnitzer Musikanten. Aber auch die anderen Orchester sind immer eine Klasse für sich" lobt der Polizeichef im Ruhestand.

Das Musikfest begann, traditionsgemäß am Sonnabend mit einem "Musical made in Tröbnitz".
"Rapunzel und die nörgelnde Niesmuschel" verlangte den rund 50 Mitwirkenden alles ab. Insbesondere aber Henrik Harnisch, der für das Gesamtwerk die Verantwortung trug. "Bis zu fünf Proben pro Woche, ein halbes Jahr lang, nahezu täglich Anrufe und Mails von Mitwirkenden, alles jeweils passend schreiben und arrangieren. Das war extrem stressig!" sagt er hinterher.
Gelobt wurde das Stück von vielen Seiten, zumal der erhobene Zeigefinger (Süssigkeiten sind ungesund, besonders für die Zähne" präsent und dennoch nicht dominant war.

Später am Abend fand die Bierolympiade mit Fragen rund um das Bier guten Anklang. Hierbei räumte zwar Michael Staps als bester Bierkenner den Titel ab, doch Rang zwei holte sich völlig überraschend Conny Kabis, vor Benjamin Brzesowski.

Für den Hauptteil des Musikfestes, welches am Sonntag auf dem Programm stand, holten sich die Verantwortlichen von Tröbnitzer Musikanten und Jugendblasorchester erneut klangvolle Unterstützung aus nah und fern.

So bestritt der Musikverein Tautenhain den Auftakt, wobei sie einerseits noch die niedrigsten Temperaturen des Tages zu verkraften hatten, andererseits das Publikum in Schwung zu bringen hatten.
Leichter viel es den Lokalmatadoren, den Tröbnitzer Musikanten, das treue Publikum zu begeistern. Die Dienständer Blasmusikanten, der Musikverein Oelze und Leuchtenburg Sound schlossen sich an, ehe das Jugendblasorchester die Besucher auf den krönenden Abschluss vorbereitete. "Wir wollen mit unserem Auftritt noch einmal viel von unserem Repertoire präsentieren. Aus diesem Grund wurde in der Vorwoche noch einmal einiges umgeworfen, andere Titel geprobt und in das Programm eingebaut" berichtet Henrik Harnisch, der gemeinsam mit Stefanie Pohl durch das Tagesprogramm führte.
Zu jedem der Orchester wussten die Moderatoren einige interessante Dinge zu berichten.
So erfuhren die Gäste unter anderem, dass die Tautenhainer vor drei Jahren ihr 120-jähriges Jubiläum feierten - was natürlich den Spruch "ihr habt auch verdammt gut gehalten" einbrachte. Oder dass die Dienstädter Musikanten nicht nur mit den Tröbnitzer Musikvereinen eng verbunden sind, sondern auch Tröbnitzer (Lutz Seidel und Henrik Harnisch) schon mehrfach dort aushalfen. Auch lobten die Moderatoren den Dienstädter Ziegenkäse ungemein.

Aber auch die Tatsache, dass der Musikverein Oelze in diesem Jahr (18./19.7.) sein 150-jähriges Jubiläum feiert, wobei das Jugendblasorchester Tröbnitz sich natürlich gleichfalls präsentieren wird. Es ist dort übrigens zugleich das Thüringer Blasmusikfest, welches in diesem Zusammenhang gefeiert wird und zahlreiche Orchester einen Auftritt absolvieren.

Mit dem Leuchtenburg Sound präsentierte sich in Tröbnitz ein junger Instrumentenzug, der mit 40 Mitwirkenden kaum Platz auf der Bühne der Tröbnitzer Festhalle fand. Hierzu berichteten die Moderatoren, dass sich Ellen Tonndorf-Martini und Leander Torge kaum vor Interessenten retten könnten - somit Hoffnung auf eine weitere gute Musikergeneration besteht.

Zu den beiden Platzhirschen musste indes wenig gesagt werden. Sowohl die Tröbnitzer Musikanten als auch das Jugendblasorchester Tröbnitz sind nicht nur hinlänglich bekannt, sondern auch beliebt in Tröbnitz. Hubert Seidel und Henrik Harnisch verrieten jeweils noch einige Infos zu den eigenen Titeln, während Schirmherr Wolfgang Fiedler aus dem Lob für Musical (Sonnabend) und Musik (Sonntag) nicht mehr heraus kam.
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