Bockmühle hat seit Sonnabend eines der ungewöhnlichsten Gästebücher

Diesen, zunächst kleinen, Garten galt es, als Gästebucht zu gestalten. Am Sonnabend fand in der Schleifreisener Bockmühle die Einweihung des Porzellangartens mit einer party statt. Sie stand unter dem Motto "Die nicht mehr alle Tassen im Schrank-Party".
Schleifreisen: Bockmühle Zeitzgrund | „Die nicht mehr alle Tassen im Schrank-Party“ in der Schleifreisener Bockmühle sorgte insbesondere auf Grund ihres ungewöhnlichen Hintergrundes für begeisterte Besucher.

Die Idee, eine Tasse oder ein anderes Stück Porzellan als Eintritt mit zu bringen, so das etwas andere Gästebuch zu gestalten, fanden die Besucher toll.

So kam bereits eine Stunde vor Beginn der Hermsdorfer Heinz Graumüller in die Bockmühle, um nichts zu verpassen. Er war auch der erste offizielle Gast, der eine Tasse mit Permanent-Maker signierte und in die vorbereitete Installation einfügte. Er hat ganz besondere Erinnerungen an die Bockmühle, wuchs er doch in Schleifreisen auf, kennt in der Umgebung immer noch jeden Baum.

Auf den Einfall, ein derartiges Gästebuch an zu legen, kam Steffi Schreibmüller nach dem Besuch der Bundesgartenschau in Ronneburg 2007. Dort sah sie ein Fussballfeldgroßes Stück Land mit weißem Porzellan – ein Kunstwerk, wie sie fand.
Damals hatte sie in ihrem Garten einen Fleck, auf dem nichts richtig gedieh. Folglich war es zu dem Porzellangarten nur noch en kleines Stück. Dieser Gedanke lies sie auch im neuen Domizil nicht los.
„Damit haben wir ein völlig neues Gästebuch geschaffen, welches sich im Laufe der Zeit zu einem Kunstwerk entwickeln soll“. Sie berichtet weiter, dass im Haus etliches Geschirr anfiel, wofür sie keine Verwendung mehr hatte. Aus Tellern entstand zunächst die Abgrenzung, diverse Metallstäbe legten erste Strukturen fest.

Für die Besucher, die ohne Porzellan kamen, standen dennoch Möglichkeiten zum Eintrag in das Gästebuch offen – dem Restbestand der Bockmühle sei dank.

So manch einer brachte jedoch seinen „persönlichen“ Gästebucheintrag selbst mit, so dass der ungewöhnliche Garten schnell wuchs. Doch auch nagelneues Porzellan brachten mehrere begeisterte Besucher mit, da aus der Vorinformation nicht so recht hervor ging, wozu denn eine Tasse mit zu bringen sei. Begeistert zeigten sich die Besucher von der Idee, aber auch vom Wirken des Alleinunterhalters, der „ein richtig tolles Programm ablieferte“ wie Steffi Schreibmüller resümiert.

Auch Hans-Jürgen Mewes aus Gommern, der mit seiner Frau eine Radtour durch den Zeitzgrund machte, kam nicht am ungewöhnlichen Gästebuch vorbei. „Tolle Idee“ meinte er. Sein Eintrag war der zweite offizielle in der Installation. Er bemängelte übrigens, dass es für die Region keine ordentliche Radwegekarte gibt.
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