Ein farbenfrohes Schauspiel lieferte das TIB mit dem "Maskenball in Bockedra" ab

Der Maskenball geht weiter.
Großbockedra: Sportplatz | Farbenfroh wie noch nie zeigten sich die Darsteller des nunmehr 13. Großbockedraer Theaterspieles "Maskenball in Bockedra". Es lockte abermals hunderte Besucher an, welche sich später sehr begeistert vom Stück zeigten.

Autor, Regisseur und Erzähler, Ehrenfried Ehrhardt, siedelte das Lustspiel irgendwann in der Nachkriegszeit an, als im Ort das kulturelle Leben wieder zu pulsieren begann. Dabei buhlten die größeren Bauern natürlich um die Gunst der anderen, wollten ihren eigenen Hof ins rechte Licht rücken und natürlich mit dem ersten Preis beim Maskenball noch etwas mehr Ansehen im Dorf erhalten.

Die beiden Bauersfamilien, der Autor nennt sie die Ludewigs und die Marquardts, legten hierbei beinahe kriminelle Energie an den Tag, um ihren Vorteil zu erringen. So schickten beide Familien heimliche Lauscher zum jeweiligen Konkurrenten, um etwas über deren Pläne in Erfahrung zu bringen.

Wenngleich sich beinahe jeweils ein Mädchen etwas verplauderte, blieb das eigentliche Geheimnis der Jugend noch gewahrt. Ebenso kamen die Großeltern der Häußer auf gar sonderliche Ideen, förderten dennoch den Grundstein für den späteren Erfolg zutage. "Dass Störche Frösche fressen, jedoch die Martinsgans am Leben bleiben möchte, der Sensenmann die Kinder vom Storchenschnabel schneidet "ritsche, ratsche, ritsche, ratsche ..." und die Störche natürlich bis zum letzten Tage schnäbeln sollen, all dies kam zur Sprache. Doch der Ritter von Bockedra wollte auch nicht zum Raubritter von Bockedra werden, der seine geraubten Schätze in Kleinbockdra versteckt.

Wenige Tage vor dem Maskenball traten die Preisrichter zur Beratung in Aktion. "Wir wollen Wert legen auf etwas Neues, originelles, was Bezug zum Dorf hat. Kostüme, die unserem Leben seine Würze geben, einen Sympathiefaktor haben, sorgfältig gearbeitet sind und natürlich muss dabei Anstand und Sitte gewahrt sein". So legten die Preisrichter ihre Kriterien fest. Die angedachte Befragung der Besucher dürfte jedoch nicht vorab verraten werden - ein kleiner Hinweis auf die Geschwätzigkeit einiger Damen.

Zum Maskenball selbst sahen die Besucher ein überaus farbenfrohes Bild, bei dem sich wirklich alle Beteiligten mühten, einen Preis zu erringen. Und siehe da, die beiden verfeindeten Bauersfamilien stellten mit ihren Kindern die beiden ersten Plätze. Obgleich sie sich offiziell nicht abgesprochen haben, standen mit der Erntekönigin und dem Erntekönig die beiden Sieger von den Marquardts und den Ludewigs fest.
Eine Polonaise unmittelbar vor der Preisverleihung bezog das Publikum ein, sorgte für eine gelungene Auflockerung.
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