Fasching auf'm Zuckerhut - Hainbüchter Carnevals Club feiert 25-Jähriges Jubiläum

Sicherheitshinweise für den Flug geben die schmucken Stewardessen bekannt
 
Eine der kleinsten Funkengarden Thüringens tanzt im engen Gang des Flugzeuges
Stadtroda: Fasching | Hainbücht. Ausgerechnet auf dem Zuckerhut feiern die Hainbüchter Karneval. Für ihre 25.Saison fliegen die Mitglieder des Hainbüchter Karneval Club (HKC) mit einer Sondermaschine nach Rio, wobei sie unterwegs so einiges erleben.
Los geht es mit einer ausführlichen Einweisung der Flugbegleiterinnen auf die korrekte Verhaltensweise im Flugzeug, besonders in Notfällen. Ein feuriges Kulturprogramm verkürzte die Flugzeit ungemein.
Eine der kleinsten Funkengarden Thüringens tanzte im Gang, wobei Chefpilot und Moderator Gerhard Wollnitzke die Beinfreiheit der Flugpassagiere in der ersten Reihe deutlich begrenzen musste. Für weitere Kurzweil sorgte ein Beitrag aus „Bauer sucht Frau“, ehe ein Reisebericht über die Gefahren einer Brasilienreise informierte. Auf dem Zuckerhut angekommen, begrüßten feurige Tänzer – das Männerballett des HKC – die Besucher.
Wilfried Böhm stieg in die Bütt, berichtete von den aktuellen Ereignissen in Stadtroda und Hainbücht – warb eindringlich für die intensive Nutzung der kürzlich „geretteten Loge“. Dass die beliebtesten deutschen Sendungen, wie „DSDS“ nicht immer nur im Studio statt finden, erfuhren die Reiseteilnehmer hautnah. Mehr oder weniger begabte Kandidaten, wie Seiltänzer, Sänger oder Mundharmonika-Spieler versuchten die hochkarätige Jury zu überzeugen.

Nicht jedem gelang dieses. Die Entscheidung hingegen erfolgte durch das Publikum – wobei die Kandidaten nochmals Einfluss zu nehmen suchten. Das 25-jährige Faschingsjubiläum war Grund genug, um ein Glas Sekt aus zu geben. Oben Ohne verteilte die Bedienung den Schampus in der Maschine… Weitere Sketche und Liedbeiträge folgten in kurzen Abständen. Ob nun der, beim Einkaufsbummel besuchte, Baumarkt eher als Saumarkt bezeichnet werden sollte, durfte jeder der Reisegruppe für sich selbst entscheiden.

Gelungene Tanzeinlagen und Ohrwürmer aus längst vergangenen Jahren forderten das Publikum regelrecht heraus, sich selbst am Programm zu beteiligen. Da durfte die obligatorische Zugabe nicht fehlen. Trotz aller Ermahnungen des Flugkapitäns (Gerhard Wollnitzke) hatte die Maschine eine mächtige Verspätung. Er flunkerte dabei zugleich mit den Fluggästen, heizte so die Stimmung zusätzlich an. Da er auch den Rauchern, die nicht auf ihr Laster verzichten konnten, die Chance des Weiterfluges geben wollte, musste er kleine Zwangspausen einbauen.
Diese nutzten die knapp zwanzig Mitglieder des HKC, um in die nächste Rolle zu schlüpfen. So auch zum Ende der Veranstaltung nach drei Stunden, als die Original-Hainbüchter Familie Finke, samt altersschwachem (und -schwachsinnigen) Opa die Bühne betrat.

Alles in allem hat, trotz der Vielzahl der Programmpunkte und der zahlreichen kurzfristigen Änderungen alles sehr gut geklappt, schätzt der Mann an der Spitze des Hainbüchter Faschings, Jens Geiling, den Auftakt als überaus gelungen ein. Er hielt die Fäden in der Hand, trug für die Ausgestaltung der Gaststätte, den Kartenvorverkauf, den Programmablauf und vieles weitere die Verantwortung - mit Erfolg. So kann der HKC den nächsten 25 Jahren beruhigt entgegen sehen.
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