Gruseliges aus dem Marterturm

Wann? 25.01.2011 bis 09.02.2011

Wo? Leuchtenburg, Seitenroda DE
Orje Zurawski spricht im neuen Hörbuch schön-gruselige Geschichten über den Marterturm der Leuchtenburg. (Foto: Foto: Jens Henning)
Seitenroda: Leuchtenburg | (Henning). Es sind schaurig, fast schon gruselige Geschichten, die auf dem neuen Hörbuch der Stiftung Leuchtenburg zu hören sind. In Zusammenarbeit mit dem Verein Weitraum aus Stadtroda entstand eine CD unter dem Titel „Im Marterturm der Leuchtenburg“, die seit wenigen Tagen in allen Buchhandlungen zu bestellen ist.

Die Erstauflage umfasst zunächst einmal 1000 Scheiben, die hoffentlich schnell vergriffen macht.
Die Geschichten sind historisch fundiert. Dr. Ulrike Kaiser von der Leuchtenburg hat die wissenschaftlichen Unterlagen bereitgestellt. Alles hat sich so zugetragen, wie auf der CD zu hören ist. Knapp ein Jahr dauerte das Projekt von der Idee bis zur fertigen CD.
„Sie ist ein Anfang für hoffentlich noch weitere Projekte“, sagte Michael Ziegler vom Verein Weitraum.

Ein Hörbuch lebt vor allem von den Sprechern. Mit Georg „Orje“ Zurawski aus Beulbar haben die Macher einen idealen Partner gefunden. „Er ist ein Original, er ist bekannt in der Region und seine Stimme hat was Unverwechselbares“, sagte Ziegler über Zurawski. Der fast 73-Jährige wiederum brauchte nicht lange überlegen. „Das Projekt hat mir gefallen, da habe ich sofort zugesagt.“
Gesucht wurde für die CD auch ein Junge, der akzentfrei sprechen sollte – da viel die Suche nicht leicht. Aber die Macher wurden fündig: ein 12-Jähriger aus Möckern entsprach ihren Vorstellungen. Der Junge stammt ursprünglich aus Mönchengladbach, er ist sozusagen ein Zugezogener. Vielleicht war das ein Glück – sprachlich gesehen… Ein Nachsprechen (Nachvertonung) ein paar Wochen jedoch kam dann nicht mehr zustande, weil sich der junge Mann just zu diesem Zeitpunkt im Stimmbruch befand.

Die Macher haben sich aber nicht nur bei der Auswahl der Sprecher Gedanken gemacht. Um die richtige Atmosphäre eines Marterturmes auf der CD zu dokumentieren, ließ sich Michael Ziegler für eine Nacht in das uralte Gemäuer – erbaut anno 1460 - einschließen. Ziegler wollte damit kein gruseliges Experiment wagen, das ihm Gänsehaut beschert. Nein, er wollte alle Geräusche aufzeichnen, die in einem Marterturm wohl erlebt wurden. Die Töne und Stimmen sind also ebenfalls zu hören.
In Sonneberg wurde mit „amicus“ ein Verlag gefunden, der das Hörbuch zur Leipziger Buchmesse vom 17. bis 20. März der breiten Öffentlichkeit mit vorstellen wird.
Über die Finanzierung wurde bei der Vorstellung der CD in der vergangenen Woche im Rittersaal der Leuchtenburg keine Angaben gemacht. Das Museum Leuchtenburg stellte dafür eine dreistellige Euro-Summe bereit.
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