Hainbüchter Karneval Club feiert sein 30. Jubiläum und stellt es unter das Motto "112 live dabei - 30 Jahre Klein Hawaii"

Gemeinsam trällern die Mitglieder des HKC ein Lied, mit dem sie die Stimmung gleich zu Beginn der ersten Veranstaltung auflockern.
 
Peter Hoffmann alias Ali (re) verkündet die neuen Toilettenbenutzungsgebühren. Am Sonnabend startete der Hainbüchter Karneval Club in seine 30.Saison.
Stadtroda: Gaststätte | Dreißig Jahre und kein bischen müde. Frisch und Munter präsentierten sich die Mitglieder des Hainbüchter Karneval Club (HKC) am Sonnabend zur Auftaktveranstaltung der 30 Hainbüchter Faschingssaison, die unter dem Motto "112 live dabei - 30 Jahre Klein Hawaii" stand.

Statt in die Schatzkiste der Erfahrung zu greifen, einige "Alte Kamellen" heraus zu holen, boten die Hainbüchter Karnevalisten wieder einmal ausschließlich Neues auf, um die Lachmuskeln des Publikums gut dreieinhalb Stunden lang zu strapazieren.
Ganz locker führte Moderator Gerhard Wollnitzke von Beginn an durch das Programm, band das Publikum gezielt mit ein und sorgte mit seinen trockenen Sprüchen - die Zuschauer wie Akteure unvorbereitet trafen - gezielt ein. Zumeist als "Schwester Chantale" unterwegs, lieferte er sich ein reges Wortgefecht mit DJ Thomas.

Während dessen zogen sich die Akteure in Windeseile um, eilten von Auftritt zu Auftritt.
So traten die Sängerknaben des HKC mit speziellen Hainbüchter Titeln mehrfach in Aktion, kam Peter Hoffmann alias Ali als Klofrau (-Mann) oder als Elf, um diverse berichte zu erstatten. Seinen Worten zufolge plante er unter anderem, im Zuge der Klosterstraßensperrung einen Aquapark im Ortszentrum zu errichten oder verkündete die (horrenden) Toilettenbenutzungsgebühren.

Ausflüge in die Polizeiinspektion Hainbücht, Versteigerung von Fundstücken des Zentralflughafen Schöngleina oder eine Gerichtsverhandlung gehörten gleichfalls zur Kurzweil des Abends. Ein durchaus romantisches Dinner, welches nicht ganz romantisch endete, fügte sich nahtlos mit ein, ebenso wie der Auftritt der Polizisten Egon & Franz. MPU-Test und der Besuch des Tierarztes oder böhmische Blasmusik fanden sich im HKC-Programm wieder.

Mit dem Auftritt der vermutlich kleinsten Funkengarde des Landes auf der vermutlich kleinsten Bühne des Landes mussten sich die Gäste in der ersten Reihe vorsehen, noch ein Stück weiter in Richtung Tisch rutschen und Platz machen. Doch auch bei vielen anderen Sketchen und Programmteilen wurde es eng, suchten die Akteure aber auch die Nähe des Publikums. Telefonseelsorge, Männerballett und Frauentanz wechselten sich in rascher Folge ab.

Auch Wilfried Böhm als Clown Fridolin lies mit seiner Weltanschauung und den seinem Blick auf aktuelle Geschehnisse durfte nicht fehlen.

Wenngleich es mehrfach Irritationen zwischen DJ und Moderator gab, welcher Programmpunkt nun folgen solle, ob Zugabe oder nicht, oder auch die Technik mal streikte, so war es doch exakt das, was das Publikum sehen wollte. Alles live gestaltet, mit dazugehörigen Pannen oder Planänderungen, trug zum großen Erfolg des HKC an diesem Abend bei.

So brachten sich alle Vereismitglieder nach besten Wissen und Gewissen ein, machten nicht nur den Vereinsvorsitzenden Jens Geiling stolz.
Dieser zog am Schluss des Abends, nach einem missglückten Banküberfall, kurz Bilanz über dreißig Jahre des Hainbüchter Faschings, seine Entstehung und alles dazugehörige, meinte abschließend "Wir machen das Ganze mit großer Begeisterung, aber vor allem machen wir das ganze nur für Euch" und erntete dafür tosenden Applaus. Nur wenige Besucher drängten auf ein schnelles Programmende, die meisten konnten nicht genug bekommen vom Hainbüchter Fasching, störten sich nicht am langen, aber kurzweiligen Programm.
Für die Veranstaltung am kommenden Sonnabend sind noch etliche Karten verfügbar, wie der HKC mitteilt.
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