Hellborner Straußenfarm lud zum Hoffest ein

Portrait-Foto eines neugierigen Strauß.
 
Rosemarie Stimper aus Jena nutzt die Neugierde dieses Strauß, um ein Foto von ihm zu machen. Am Sonntag war Hoffest auf der Straußenfarm, welches von den Besuchern gut angenommen wurde.
Hellborn: Dorfstraße | Schrecksekunde auf der Straußenfarm! Die sechs jungen Strauße, gerade einmal acht Wochen alt, welche Melanie Müller soeben in das Freigehege entlies, büxten aus.
Sie waren so flott drauf, dass sie den Drahtzaun einfach umrannten und in das Gehege der ausgewachsenen Strauße stürmten. „Das hatten wir noch nie!“ meint Straußenfarmchef Steffen Müller, der mit viel Übersicht und Ruhe binnen elf Minuten die Tiere wieder in ihr eigenes Gehege scheuchte. „Ich hatte meine Bedenken, ob wir die Kücken überhaupt wieder einfangen können.
Der (ausgewachsene) Strauß hatte seine Schwanzfedern aufgestellt. Das bedeutet höchste Gefahr für jeden im Gehege. Daher musste ich auch immer nach ihm sehen, nicht nur nach den Kücken. Wenn ich mich mittig im Gehege aufhalte und der Strauß kommt auf mich zu, habe ich keine Chance zu flüchten. Er ist deutlich schneller und mit rund 150 Kilogramm auch sehr viel schwerer als ich“ erläutert er den Besuchern.

Die jungen Strauße nutzten zwischendurch ihre Chance auf Auslauf, liesen sich aber dann noch wieder beruhigen. Doch gerade die Jungtiere lockten in den wenigen Minuten unzählige Besucher an.

Ebenso imposant präsentierten sich zeitgleich die großem Laufvögel, welche aus den einzelnen Umzäunungen heraus neugierig die Besucher beobachteten.

„Auf insgesamt 14 Hektar halten wir die Strauße, von Kücken über Jungtiere bis zu den Zuchttieren“ erläutert Petra Müller. Mit dem heutigen Tag wollen wir den Besuchern einerseits die Haltung der Tiere zeigen, andererseits die Möglichkeit bieten, diverse Produkte rund um den Strauß zu testen“.
So bildete sich schnell eine Schlange am Stand der Straußenroster, aber auch der Verkaufswagen für Salami, Schinken und diverse andere Produkte aus Straußenfleisch fanden sich interessierte Besucher und potentielle Käufer ein, die natürlich auch entsprechende Fragen stellten. Dazu hielten Petra und Steffen Müller aber die nötigen Antworten parat. So berichtet Steffen Müller, dass der Schinken, die Salami und das Kraftfleisch aus purem Straußenfleisch sind, so dass hierbei extrem Fett- und Cholesterinarmes Fleisch auf den Tisch kommt. Es beinhaltet zudem ungesättigte Fettsäuren. Natürlich werden die Tiere in Hellborn komplett ohne Antibiotika aufgezogen, was ein weiterer Pluspunkt für alle ist, die auf gesundheitsbewusste Ernährung achten.

Direkt nebenan, am Einlass, wartete Klaus Kemptner mit einer Quizfrage auf die Besucher. Das Gewicht des ausgestellten Straußenei durfte geschätzt werden. Die Auflösung sollte am späten Nachmittag stattfinden. Auf schätzungsweise 500 Meter rund um die einzelnen Gehege wanderten die Besucher hangauf- und hangabwärts, immer auf der Suche nach einen schönen Fotomotiv mit einem der Strauße. Vielleicht sogar mit Kind oder Enkel im Vordergrund.

Mit rund 18 Helfern sorgte Familie Müller dafür, dass rund um die Straßenfarm alles glatt lief, die enge Landstraße dennoch befahrbar blieb. Weiterhin warteten jede Menge Naturprodukte, vom Bienenhonig über Kerzen, Weidenkörbe bis hin zu Bürsten und Besen auf neue Besitzer. Das nächste mal lädt die Straußenfarm eine Woche vor Ostern nächsten Jahres – ganz sicher wieder mit der Suche nach dem goldenen Osterei – zum Hoffest ein.
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4 Kommentare
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Renate Jung aus Erfurt | 28.09.2014 | 12:21  
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Veit Höntsch aus Hermsdorf | 28.09.2014 | 17:02  
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Hannelore Grünler aus Artern | 28.09.2014 | 20:00  
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Renate Jung aus Erfurt | 29.09.2014 | 01:08  
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