Hermsdorfer Jugendhaus hat wieder geöffnet

Ein Junge probiert sich mit seinem Fahrrad auf dem neuen Rundkurs auf dem Gelände des Hermsdorfer Jugendhauses aus.
 
Leiter Mike Wendt (44) und das sanierte Jugendhaus.

Jugendhaus hat seit Donnerstag wieder geöffnet. Neue Crossstrecke lädt zum Rundkurs ein.



Hermsdorf. Neue Raumverteilung, größeres Grundstück, und alles strahlt in neuem Glanz - das Jugendhaus Hermsdorf ist nach der Komplettsanierung seit Donnerstag wieder in Betrieb. Um 12 Uhr öffnete der Flachbau seine Türen für Kinder und Jugendliche.
Mike Wendt, der Verantwortliche für das Jugendhaus, engagiert sich seit zwei Jahrzehnten für die Einrichtung, die im vergangenen Jahr ihr 20-jähriges Bestehen beging. "Wir sind sehr zufrieden mit der Sanierung. Es ist zwar etwas teurer geworden und hat länger gedauert als gedacht, aber das war vor allem dem langen Winter geschuldet", so der 44-Jährige. Die Baukosten betragen rund 80"000 Euro mehr als zunächst errechnet. Alles in allem sei das aber noch akzeptabel und im Rahmen des Bezahlbaren.

Zustand des Gebäudes war problematisch

Das Haus besteht seit mehr als 55 Jahren. Die Zeit ist nicht spurlos an dem Bau vorübergegangen. Nicht nur der Zustand des Gebäudes war problematisch. Vor allem die hohen jährlichen Betriebskosten bereiteten den Betreibern Schwierigkeiten. So wurden energetische Sanierungen unter anderem durch Dämmungen zu einem Schwerpunkt der umfassenden Neugestaltung. Die feuchten Kellerräume wurden trockengelegt und jetzt sollen noch ein kleiner Musikraum sowie eine Werkstatt eingebaut werden. "Wir haben hinter der Bühne die Fenster entfernt und durch die zusätzliche Dämmung wird der Lärm bei Konzerten für die Anwohner erträglicher", erklärt Wendt.
Der Umbau wurde durch Fördergelder vom Land und andere finanzielle Hilfen überhaupt erst ermöglicht. Vor allem die Stadt sei dabei sehr hilfreich gewesen.
Außerdem erweiterte man das Grundstück der Einrichtung. Auf dieser Fläche wurde Sand für eine neue BMX-Crossstrecke aufgeschüttet. Anstelle der alten ordnungswidrigen BMX-Strecke neben dem Hermsdorfer Skaterpark können sich nun Kinder wie Jugendliche mit ihren Rädern im Jugendhaus-Gelände austoben. "Helm ist aber Pflicht", betont Wendt .

Die Einrichtung arbeitet zudem mit Horten aus der Umgebung zusammen. Zum Ferienende sind mit den Kindern unter anderem Abende am Lagerfeuer und eine Stadtsafari geplant.
Während der Erneuerung werkelten circa 20 bis 30 Arbeiter an dem Flachbau herum. Die Raumverteilung wurde zum Teil verändert. "1992 mussten wir uns noch an die Gegebenheiten der vorherigen Nutzung anpassen. Jetzt war es endlich möglich, die Verteilung der Räume unseren Bedürfnissen entsprechend anzuordnen", erzählt Mike Wendt. Nun sollen nur noch Kleinigkeiten gemacht werden wie beispielsweise die Einrichtung des Kellers oder die Bemalung der übrigen kahlen Wände. Dann können auch bald wieder Konzerte im Jugendhaus stattfinden. Gleich nach der Sommerpause sollen ab September wieder die ersten Bands im Klub einheizen.

Haus von 1957 bis 1990 als Kinderkrippe genutzt

Das Gebäude des heutigen Jugendhauses Hermsdorf entstand im Jahre 1957 und wurde bis 1990 als Kinderkrippe der früheren KWH (Keramische Werke Hermsdorf) genutzt. Zwei Jahre darauf nahm es unter Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt den Betrieb als Freizeiteinrichtung für Kinder und Jugendliche auf. Seither sind auch Dutzende Live-Konzerte darin veranstaltet worden.
Die regulären Öffnungszeiten nach den Ferien werden noch bekanntgegeben.



Geöffnet ist in den Ferien von 12 bis 20 Uhr, freitags unter Umständen länger.
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3 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 04.08.2013 | 12:48  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 04.08.2013 | 13:01  
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Renate Jung aus Erfurt | 05.08.2013 | 20:02  
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