Heute back‘ ich, morgen brau‘ ich...

Schon der Weg zur Stadthalle ließ so manchen wie "Rumpelstilzchen" auf dem sich frisch gebildeten Blitzeis "tanzen". Zum Glück kamen alle Kinder und die netten Seniorinnen aus dem Bethesda heil und pünktlich zur Theatervorstellung an und waren sofort gespannt, was sich auf der Bühne nun tun wird…

Die Laiendarsteller der Kleinkunstbühne der Mohrenstadt hatten traditionell wieder zu einer spannenden Märchenaufführung eingeladen, damit die Zeit bis zur Bescherung nicht zu lang wird… Diesmal stand Rumpelstilzchen auf dem Theaterplan. Noch bevor es hieß: Vorhang auf - überraschte eine vorwitzige Maus die Zuschauer auf den Rängen. Die Kaspermaus. Sie begründete ihre Anwesenheit damit, dass ihr von hohem Amte her aus dem Rathaus versprochen wurde, dass im nächsten Märchen eine Maus mitspielen dürfe. Versprochen ist versprochen. Doch was war das - so schnell die Kaspermaus da war, so schnell war sie erstmal wieder weg. Denn was sahen ihre Augen: zwei Kater. Vor dem einen, dem vornehmen aus dem Schloss hatte sie nix zu befürchten, denn der fraß keine Mäuse. Aber von dem anderen, dem Mühlenkater, nahm sie Reißaus - denn er war immer hungrig und auf der Lauer…

Dann tummelten sich Müllerin, die Müllerstochter, die Königin, der Prinz, die Zofe und das garstige Rumpelstilzchen auf der Bühne. Der höfische Kater wurde zum Finanzminister, der allerdings auch nichts gegen die leeren Truhen tun konnte. Die Müllerstochter schlief und das Rumpelstilzchen spann… Und zum Schluss das Happy End - die Müllerstochter heiratete den Prinzen und das Kind blieb bei den königlichen Eltern.

Dank der Kinder im Publikum, nämlich die hatten sich als einzige den Namen des garstigen Waldschrates gemerkt. Prinz und Maus hatten ihn doch glatt vergessen, als sie aus dem Wald nach Hause kamen, wo sie das Rumpelstilzchen belauscht hatten, als es wie wild ums Lagerfeuer tanzte… Heute koch ist, morgen brau‘ ich und übermorgen hole ich der Königin ihr Kind... Nachdem es eine Weile dauerte, bis die Kinder "auftauten", waren sie dann schwer begeistert. Am Ende schunkelten sie tüchtig mit und verlangten lautstark nach Zugabe. Hut ab!

22.12.2010
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