HKC geht mit "Das Handwerk und die Gaukelei, beides gibt's in Klein Hawaii" auf eine abenteuerliche Reise

Auf der vermutlich kleinsten Bühne Thüringens gabe die Funken des HKC ihr Bestes, um das Publikum zu begeistern.
 
Auf der vermutlich kleinsten Bühne Thüringens gabe die Funken des HKC ihr Bestes, um das Publikum zu begeistern.
Stadtroda: Gaststätte zu Hainbücht | Ein Mammut-Programm von knapp dreieinhalb Stunden und ein absolut begeistertes Publikum - das sind die Kennzeichen des Hainbüchter Fasching.

Am 31.Januar startete der Hainbüchter Karneval Club (HKC) in der Hainüchter Gaststätte in seine 29.Saison, die unter dem Motto "Das Handwerk und die Gaukelei, beides gibt's in Klein Hawaii" steht.
Mit einem Paukenschlag.
"So lange haben wir wohl noch nie Programm gemacht" meinte Moderator Gerhard Wollnitzke gegen Ende der Auftaktveranstaltung,. Dabei hätte es durchaus noch länger gehen können, wenn alle Ideen der Akteure umgesetzt worden wären, lässt HKC-Chef Jens Geiling durchblicken. "Wir wollten ja eigentlich auch immer wieder kürzen, doch von Jahr zu Jahr wird das Programm eher länger" so der engagierte Vereinschef.

So folgte ein Highlight dem nächsten, begonnen mit den Prinzen, welche nach ihrem erfolgreichen Auftritt im Vorjahr gleich für Hainbücht verpflichtet werden konnten.
Später rockte die Spider-Murphi-Gang mit "Skandal um Rosi" was das Zeug hielt. Zwischendurch kamen und gingen Handwerker, Ärzte oder andere Gaukler. Immer auf eine wohltuende und derart kurzweilige Art, dass das Publikum die Aufregung der Akteure gar nicht wahrnahm.
Kleine Technikpannen, wie die nicht gestimmte Gitarre, nutzten die Besucher, um ihrerseits für Stimmung zu sorgen, nach ihren Lieblingsinterpreten zu rufen.

Dass ausgerechnet Helene Fischer - sie wurde als "Ersatz" für Milva erst am Schluss ihren großartigen Auftritt hatte, passte hervorragend in das Gesamtkonzept. Bis dahin bauten die Mitwirkenden des HKC die ohnehin schon gute Stimmung weiter auf.
So tanzte die vermutlich kleinste Funkengarde Thüringens mit gerade einmal vier Funken auf der, ebenfalls vermutlich kleinsten Bühne Thüringens - sie misst knapp 2x4 Meter und selbst da ragen noch die Beine der Zuschauer auf die Bühne - mit Bravour wie auch später das Männerballett auf der kleinen Fläche die Damenherzen höher schlagen lies.
Aus Tschechien holte der HKC Hurvinek und Spejbl nach Hainbücht, um endlich ein amüsantes Aufklärungsgespräch zwischen Vater und Sohn zu führen. Robert Lemkes heiteres Berufe raten sorgte für eine überraschende Wendung mit dem Schwarzbrotbäcker und einen weiteren Stargast in Hainbücht - Conchita Wurst.

Doch auch die Büttenrede von Wilfried Böhm hatte sich gewaschen. Er legte den Finger auf die Wunde in Sachen Stadtrodaer Problemchen. Als Zwiegespräch zwischen dem ehemaligen Bürgermeister Harald Kramer und dem derzeitigen Amtsinhaber Klaus Hempel (er war sogar selbst anwesend) stellt er eine völlige Überalterung der Stadt fest "Kein Bäcker, Schlosser, Klempner, Schneider, wer bäckt noch Brötchen, näht noch Kleider? Wo sind sie hin, all die Talente? Sie sind schon alt ... beziehen Rente? Viele Häuser stehen leer, haben keinen Besitzer mehr. Der Wind pfeift durch die Gassen, die Straßen sind verlassen. Die Innenstadt nimmt Schaden. Bald stirbt auch der letzte Laden! Bald werden all die alten, den Rest der Stadt verwalten!"
Die Moral aus der Geschicht', das Handwerk lohnt in Rode nicht.
Aber in Hainbücht.

Zumindest wenn die Karnevalisten des HKC als Handwerker durchgehen und weiterhin restlos ausverkauft sind.
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