Hommage an Bob Dylan im Stadtmuseum Eisenberg

Ronald Born aus Jena ist Dylan-Fan seit er denken kann...
Eisenberg: Stadtmuseum | Eisenberg. Was ein Name so bewirken kann! Bob Dylan – das ist Musik in meinen Ohren. Sofort fühle ich mich zurückversetzt in meine „Sturm- und Drangzeit“, fast spüre ich sie wieder, die hautengen Cordhosen, aus denen man kaum wieder heraus kam, das mehr als legere „Fleischerhemd“, den Parka, die Lederketten um den Hals und Jesuslatschen an den Füßen… Und sofort schießen mir die unvergessenen Songs in den Kopf, die ich den ganzen Tag nicht wieder dort heraus bekomme. Like a Rolling Stone; A Hard Rain’s A -Gonna Fall, Don't Think Twice, It's All Right, Mr. Tambourine Man, House Of The Risin' Sun, Forever Young oder Hurrican…

Ja – jetzt sollten alle Dylan-Fans aufhorchen: das Eisenberger Stadtmuseum präsentiert eine neue Sonderausstellung – eine Hommage an den US-amerikanischen Folk- und Rockmusiker, Dichter und Maler Bob Dylan alias Robert Allen Zimmerman, der am 24. Mai seinen 70. Geburtstag feiert. Ronald Born aus Jena ist seit mehr als 30 Jahren leidenschaftlicher Sammler von LP, Singles und allem anderen, was mit Bob Dylan zu tun hat. 250 Langspielplatten und 550 Singles nennt er inzwischen sein eigen. Ein Ende natürlich nicht abzusehen… „Diese Ausstellung widmet sich dem Wirken und der Wahrnehmung Bob Dylans speziell in Deutschland über einen Zeitraum von 45 Jahren. Anhand seiner Platten, Konzerte, Filme und Pressestimmen wird der Weg des Künstlers aus der Perspektive Ost- und Westdeutschlands nachgezeichnet“, so Born.

Zu sehen in den Vitrinen des Museums sind neben zahllosen LP und Singles, die in Deutschland produziert wurden (darunter unverkäufliche Testpressungen und Intershop-Pressungen), auch frühe Bravos mit Dylan-Postern, Bücher, Film- und Konzertposter, Songbücher… Hier wird man zurückversetzt in die Zeit, in der man als Dylan-Fan Platten in der DDR nur unter der Hand bekam, sie schmuggelte oder wenn man „Forum-Schecks“ besaß...

Wer erinnert sich nicht an den Run in die Kinos bei der Filmpremiere „Die Band“ oder an das erste Konzert im Osten, im Treptower Park am 17. September 87, das von der Waldbühne dorthin verlegt wurde, weil zu wenig Karten im Vorverkauf weg gingen? Jeder kann sich gut vorstellen, dass es dort an Kartenabnehmern nicht mangelte – trotz der offiziellen Titulierung als Friedenskonzert der FDJ. Nun ja – schwelgen Sie doch einfach selbst in dieser Zeit und besuchen das Stadtmuseum in Eisenberg.
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