Immer unterwegs… - „Silbernes“ Jubiläum für Wanderfreunde

Gehören zum aktiven Kern: (v. li.) „Finanzministerin“ Hanna Kersten, Johanna Prüger aus Stadtroda, Jürgen Müller, der Mann mit Wanderleitererfahrung und 1000 Beziehungen… , die rüstige Margot Haeseler, mit 85 älteste Wanderfreundin, Antonia Heilmann, eifrige Vorwanderin aus Bad Klosterlausnitz und „Immer-unterwegs-Chefin“ Margit Blankenburg.
Hermsdorf: Wandergruppe | Die 286. Wanderung – die Jubiläumswanderung – wurde ein großartiges Erlebnis. 25 Jahre dauerte es, bis sich einige Enthusiasten um Jürgen Müller an diese besondere Tour heranwagten und sie in unermüdlichem Einsatz organisierten.
Die „Beuche“ westlich von Eisenberg hieß das anvisierte Ziel – ein touristisch nicht erschlossenes Stück durch Wald & Flur. Vorsichtig ausgedrückt sehr „wildromantisch“ – wobei die Betonung auf wild liegt… Aber „bestückt“ mit toller Aussicht und vielfältigen Naturschönheiten, fachmännisch und unterhaltsam erläutert. Keine öffentlichen Verkehrsmittel, kein Gasthaus für eine Rast. Das lösten die Organisatoren mit Sonderbus und Privateinkehr bei einer Wanderfreundin.

Ja – sie sind immer unterwegs – gemeinsam auf Schusters Rappen jeden dritten Donnerstag im Monat. Wander- und Heimatfreunde gleichermaßen. Seit 1986 bot das Naherholungszentrum Zeitzgrund in der Janismühle unter Leitung von Horst Tritten Kurzstreckenwanderungen an. Unterstützt von weiteren Wanderleitern wie die Kreiswegemeister Gerhard Oettel und Gerhard Plötner, Gerhard Jäger aus Weißbach und Biologielehrer Georg Bocklisch. Die „Geburtsstunde“ der Wandergruppe war damals der 21. September mit der Wanderung von Lippersdorf ins Teufelstal.

Das heimatkundliche Wandern verband die sportliche Betätigung mit der Wissensvermittlung über Natur und Historie. Doch nicht nur das schweißte die Wanderfreunde aus Gera, Stadtroda, Jena, Hermsdorf und Umgebung zusammen – was zur damaligen Zeit übrigens stets eine logistische Herausforderung bedeutete - auch Arbeiteinsätze, Baudenabende, Freiluftfeste und später die beliebten Gartenpartys ließen die Wanderer – zwischen 20 und 50 an der Zahl – enger zusammenrücken. Die durchschnittliche Streckenlänge betrug 12 km, die Ziele lagen maximal 70 km im Umkreis von Hermsdorf. 1990 verlor die Gruppe das Zentrum Janismühle und die Geraer Mitstreiter. Aber – dank der boomenden Telefonanschlüsse – vereinfachte sich das Organisieren. Cheforganisator Horst Tritten erkrankte 1997 leider schwer und Margit Blankenburg übernahm das Zepter. Der ehemaligen Lehrerin und Leiterin des Kinderzentrums Hermsdorf lag es sehr am Herzen, die Erkundung der heimatlichen Umgebung in der Gemeinschaft fortzuführen.

Und zu entdeckende, wunderbare Wanderziele gibt es noch immer ausreichend… Sie kann sich dabei zu ihrer Freude immer auf engagierte Ideenwanderer, Vorwanderer und Mitorganisatoren stützen. Die rüstige Seniorin leitet die Gruppe nun seit 14 Jahren. „Ich hoffe, dass ich gesundheitlich auf jeden Fall auch noch mein 15. Jubiläum schaffe.“ Diejenigen, die aus Altersgründen ausscheiden müssen, bedauern das zutiefst, aber es rücken immer neue und mehr Wanderfreunde nach, die sich einmal monatlich rund zehn Kilometer unter die Füße nehmen… „Eingeladen dankenswerter Weise vom „Holzlandboten“ und froh über das zuverlässige Schröder’sche Busunternehmen“, so Margit Blankenburg.
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