Jagdgenossenschaft von Groß- und Kleinbockedra feierte zwanzigjähriges Jubiläum

Dr. Ekkehard von Törne unterhält sich mit Jagdpächter Karl-Heinz Böttger
 
Die Ausstellung des Jagdpächters stieß auf großes Interesse
Großbockedra: Altes Rittergut | Großbockedra. Jubiläen dieser Art werden wohl in den nächsten Jahren mehrfach gefeiert, doch ob jeweils eine solche Erfolgsgeschichte dahinter steckt, ist fraglich.

So zumindest könnte man die Feier zum 20-jährigen Bestehen der Jagdgenossenschaft Groß- und Kleinbockedra bewerten. Die jährliche Versammlung der Jagdgenossen nutzte der Vorstand, um das Jubiläum bei einem Jagdessen, gespickt mit einigen Neuigkeiten, zu begehen. So gerieten die eigentlichen Rechenschaftsberichte in den Hintergrund.

Wichtiger erschien dem Vorsitzenden der Jagdgenossenschaft, Bernard Häßner, die Geschichte der Genossenschaft einmal dar zu legen. Vom schwierigen Beginn, als Günter Fickler den Vorsitz übernahm, noch keinerlei Erfahrung im Bezug auf die Führung einer solchen Genossenschaft besaß.

Der Start erfolgte am 4.März 1991 nach dem Motto „Wirst Du ins tiefe Wasser gestoßen, musst Du schwimmen lernen“. Das beschließen einer verständlichen und gültigen Satzung, wie auch die Verpachtung der Jagd zum Wohle der Genossenschaft war nicht einfach, da völliges Neuland betreten wurde und die Konsequenzen einer jeden Handlung noch gar nicht absehbar waren - wie sich später heraus stellte. Solche Dinge wie Haushaltplanung, exakte Berechnung der Pachtauszahlung oder Arbeitspraxis entsprechend der eigenen Satzung waren völlige Fremdwörter damals. Dennoch gelang es dem damaligen Vorstand nach und nach, sich in die Materie herein zu finden und die JG zu führen.
Mit zunehmender Unterstützung der unteren Jagdbehörde und durch eigene Erfahrung auf Grund diverser Vorkommnisse wurden Grundlegende Änderungen in der Arbeitsweise des Vorstandes eingeleitet. Die Wahl von Rechnungsprüfern, die Aufstellung eines Haushaltplanes und die Begründung der Jagdpachtauszahlung durch die Reinertragsrechnung waren Ausdruck der neuen Arbeitsweise.
Im Jahr 2001 erfolgte die Neustrukturierung des Vorstandes - nach harter Arbeit. Fortan rückten Themen wie die Neuverpachtung der Jagd ab 2003/2004, die Ausarbeitung der neuen Satzung, oder die bessere Vermögensbildung der Jagdgenossenschaft in den Fokus. Als extrem wichtig stufte er auch die damalige Einführung des Jagdkatasters ein.

Seit 2004 führt Bernhard Häßner die JG, nachdem Günter Fickler aus gesundheitlichen Gründen um die Entlastung von dieser Funktion bat.

Zu diesem Zeitpunkt verpachteten die Bockerschen die Jagd an Karl-Heinz Böttger. Was ein echter Glücksgriff war - wie sich nunmehr heraus stellte. Die bis dahin aufgetretenen Probleme gehörten der Vergangenheit an. Waidgerechte Bejagung und die Integration der kompletten Genossenschaft in die dorfgemeinschaftliche Arbeit bestimmten fortan das Geschehen.

Bei Flurzügen gehört der Pächter zu den Veranstaltern, arbeitet Hand in Hand mit der Gemeinde und dem Bockerschen Heimatverein. Auch dass der Rundwanderweg um Großbockedra mit großer Unterstützung der Jagdgenossenschaft aufgebaut wurde, erwähnte Häßner.

Sein Fazit lautete:„Die Jagdgenossenschaft Groß- und Kleinbockedra hat 20 Jahre erfolgreiche Arbeit und Entwicklung hinter sich. Sie ist für aktuelle und zukünftige Aufgaben gut aufgestellt und fest im Dorfleben verankert“.
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