Jubiläumsaufführung des Theater in Bockedra mit "Ein Bockedraer im Vorhof der Hölle" erntet tosenden Applaus

Gemeinsames Frühstück beim Bauern.
 
Einführende Worte gibt einmal mehr der Vorsitzende des Heimatvereins, Prof. Edgar Seim.
Großbockedra: Sportplatz | Als im Jahr 2004 der Bockersche Heimatverein die Tradition des Theater Spielens in Großbockedra wieder aufleben lies, hatte keiner damit gerechnet, dass dieses tatsächlich binnen zehn Jahren insgesamt 5000 Besucher anlocken könne.
Doch gerade das Alleinstellungsmerkmal des Theater in Bockedra, mit der Tatsache dass die Stücke selbst geschrieben (Ehrenfried Ehrhardt), selbst inszeniert und selbst sowie mit nahezu ausschließlich eigenen Laiendarstellern aufgeführt werden, machen den Erfolg des Theaters aus.

Im Rahmen des Erntefestes fand die nunmehr zehnte Aufführung eines Stückes statt.
Erneut legte der Autor ein Historienspiel vor, welches diese Genrebezeichnung voll und ganz verdient. Er hätte sich selbst, als er vor zehn Jahren im Rahmen eines Heimatabends diese dazugehörige Geschichte vortrug, kaum vorstellen können, diese belegte Gegebenheit als Theaterstück zu inszenieren.
Doch mit Hilfe von Edgar Seim, der hierzu gründlich recherchierte und in Kahla Unterlagen fand, gelang es dennoch.

In diesem Stück wird der Saulus zum Paulus, die Bockerschen erhalten eine Stiftung, welche den Schulkindern eine bessere Bildung ermöglicht. Zusätzlich wurde bis zum 1.Weltkrieg jährlich am 7.März – dem Tag dieser Begebenheit – ein Kinderfest gefeiert. Was seit 1891 auf Einsprüche seitens der Behörden stieß. Dass durch Versäumnisse in den Kriegs- und Nachkriegswirren die Stiftung nicht verlängert wurde, auch ein erneuter Anlauf hierzu nach dem zweiten Weltkrieg vergebens war, fand Erwähnung.

Doch leider kam keiner aus dem Publikum auf die Idee, eine solche Sache nochmals an zu schieben.

Im Jubiläumsstück schließlich brillierten einmal mehr die altbewährten Schauspieler aus Bockedra.
Bernhard Häßner mimte mit verschmitzter Miene und sehr überzeugend den, ach so armen, Bauern Johannes Simmler, der zunächst nur an sein Geld denkt. Die Bitten seines Großknechtes Adam Brand (Lothar Hendreich), seiner Hausmagd Friederike (Jana Buder) oder auch des Dorflehrers Franz Böhme (Jörg Miska) prallen an ihm ab.
Ebenso wie seine Gemahlin Gertraude (Ilona Heinicke – sie spielt übrigens ihre eigene Urgroßmutter) mit der Bitte um Verständnis für die Geldsorgen der Angestellten bei ihm ab prallt.

Die Situation spitzt sich an diesem 7.März derart zu, da er auch vom Lobedaer Bäcker Anton Heßler (Peter Reich) das hoch verzinste Geld eintreiben will. Bedingungslos fordert er das Geld zurück, so dass der Bäcker – ohnehin schon mit dem Rücken zur Wand stehend – nur noch einen Ausweg sieht …

Der Backofen ist ordentlich angeheizt, ein großer Sack liegt bereit, Bäckergeselle Rudolf (Dirk Giensch) sowie des Bäckers Frau Barbara (Gabriele Gördel) sind fort geschickt. Das Unheil kann seinen Lauf nehmen.

Als Rettung in letzter Not erscheint ein Mädchen in der Backstube, welches einen Kaminfeger alarmiert und so den Mord verhindert.

Letztlich gibt dem Bauern diese wundersame Rettung zu Denken.

Nach Tagen der Einsamkeit in seinem Zimmer gibt er allen (Geld-)Wünschen, welche an diesem 7.März ausgesprochen wurden, nach. Sogar eine (heute amtlich belegte Stiftung) rief er ins Leben.

Heute steht das Theater in Bockedra als eine echte Bereicherung des kulturellen Lebens in Bockedra da. Selbst der VG-Vorsitzende, Hartmut Weidemann, lobte dieses Engagement aller Beteiligten einmal mehr öffentlich und forderte zur Fortführung auf.
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