Kleiner grüner Rückzugsort

Die künftigen gestaltungstechnischen Assistenten der TÜV-Rheinland-Schule Theresa Schulze (23 Jahre) und Martin Heck (18) mit dem Modell ihres Lichterparks, an dem auch Jane Lange und Sabrina Wenzel mitwirkten.
 
Schüler der TÜV-Rheinland-Schule präsentieren kreative Ideen zur Umgestaltung des Gustav-Hennig-Platzes
Schüler der TÜV-Rheinland-Schule präsentieren kreative Ideen zur Umgestaltung des Gustav-Hennig-Platzes

Gera. „Unser Park soll ein „Lichterpark“ werden, geradlinig und mit modernen Materialien und Lichtelementen gestaltet“, fassen die künftigen gestaltungstechnischen Assistenten Theresa Schulze und Martin Heck von der TÜV-Rheinland-Schule ihre Ideen zur Umgestaltung des Gustav-Hennig-Platzes zusammen. Detailgenau erläutern sie während einer Präsentation ihre Vorstellungen für den Platz zwischen Puppentheater und Gericht anhand eines selbst entworfenen und gebauten Modells. Sie gehören zu einer von vier Arbeitsgruppen, die sich im Rahmen des Projektes „Kunst und Spinnen – mittendrinnen“ während ihrer Ausbildung damit intensiv befassten. Ein Projekt, genährt im Vorjahr auf einem Symposium zur Stadtentwicklung des Vereins „Ja – für Gera, bei dem die Berufsschüler zu Gast waren.

Die anderen Teams setzen in ihren Konzepten auf natürliche Materialien wie Holz, Marmor und Naturstein, verspielte Komponenten, verschlungene Wege, mediterranes Flair oder mit einer kleinen Freilichtbühne auf eine künstlerische Verbindung zum Puppentheater. Sie nennen ihre Parks „Odeon-Garten“, „Chillex“ oder Evergreen-Park.
Bevor die Berufsschüler jedoch begannen, Neues „zu spinnen“, recherchierten sie den Ist-Stand des Gustav-Hennig-Platzes vor Ort und malten ein trauriges Bild, das sich genau mit der Meinung von befragten Anwohnern und Besuchern deckt: trostlos, ungepflegt, verdreckt und wenig einladend.

Ein großer Bedarf an Veränderung also und viel Raum für kreative Ansätze. So unterschiedlich die Ideen der einzelnen Schülergruppen zur Neugestaltung dabei sein mögen – eines haben alle gemeinsam: er soll alle Generationen ansprechen, sowohl Platz im Grünen zum Entspannen als auch für spielerische Aktivitäten bieten. Das entspricht nicht nur den eigenen Vorstellungen der jungen Leute, sondern gleichermaßen auch den Wünschen der Befragten, die sie zuvor erkundeten.

Wunderbare Ideen – genährt im Vorjahr auf einem Symposium zur Stadtentwicklung des Vereins „Ja – für Gera, bei dem die Berufsschüler zu Gast waren und aus dem das Projekt geboren wurde. „Ja- für Gera“-Vereinsvorsitzender Volker Tauchert zeigte sich beeindruckt über die Ergebnisse. Ganz abgesehen von der Umsetzbarkeit in technischer und finanzieller Hinsicht wünscht er sich, dass auf den Ideen aufgebaut werden kann, Geras Stadtplaner aus diesen Anregungen schöpfen.

„Der Park soll ein kleiner grüner Rückzugsort in einer grauen Stadt werden.“
Schüler der TÜV-Schule Gera

Lichterpark:
Er ist geradlinig und mit modernen Materialien gestaltet. Die Wege des einen Teils des in zwei Abschnitte getrennten Parks bestehen aus Plexiglasplatten, die ein angenehmes Licht verbreiten. Bäume werden von Bodenspots angestrahlt. Der ebenerdige, beleuchtete Brunnen in klarer, rechteckiger Form ist umgeben von einem flachen Wassergraben, in dem man laufen kann. Der zweite Parkteil zeigt eine große Sandfläche und einen Spielplatz mit modernen Spielgeräten aus Metall, einen Weg aus bunten Plexiglasplatten, die im Rhythmus der Schritte der Kinder bunt aufleuchten. Ein Tunnel soll beide Parkhälften verbinden, in dem Bildschirme zu interaktiven Spielen einladen.

Evergreen-Park:
Hier liegt das Highlight auf einer kleinen Freiluftbühne, die direkt an das Puppentheater angrenzt und somit eine direkte Verbindung zwischen Parklandschaft und Theaterkunst schafft. Platz für die Zuschauer bietet ein begrünter Erdwall, der gleichzeitig Schutz vor Lärm und Wind bietet.
Insgesamt idyllisch und verspielt, runde Formen mit Platz zum Entspannen auf Bänken aus Holz, viel grün und einer Liegewiese, Teich mit Steg, schlichte runde Leuchten und Kinderspielplatz mit Schaukel, Rutsche und Sandkasten.

Odeon-Garten:
Ein Ort mit mediterranem Flair, die Wege gestaltet mit schönen Natursteinplatten, gesäumt mit Planzen wie Buchs und Zypressen, mediterranen Laternen, beleuchtetem Brunnen. Eine große Liegewiese zum Relaxen und Frisbeespielen sowie ein Spielplatz für die Jüngsten fehlen nicht.

Chillex-Park:
Ein Park zum Chillen und Relaxen mit geschwungenen Wegen aus Steinplatten, die von schönen Kugelleuchten eingefasst sind, einem Springbrunnen aus blauen Mosaiksteinen, Buchsbaumkugeln und - hecken, einem Teich mit Steg, auf dem man in Sommer sitzen und die Füße ins Wasser halten kann. Ein Platz für Bewegung mit Outdoor-Fitnessgeräten soll es ebenso geben wie einen Kinderspielplatz zum Toben.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige