Mit dem Pinsel dem Alltag entfliehen

Martina Vogel (2.v.re.) im Gespräch mit Gabriele Schnur, deren Sohn Florian und einem Besucher der Vernissage.
Hermsdorf: martina vogel | Im Porträt: Geschäftsfrau Martina Vogel findet Entspannung beim Malen

RODIGAST/HERMSDORF. Eigentlich male sie nur so für sich. Im stillen Kämmerlein. Doch als Töpferin Yvette Wuschanski-Klein bei einem Besuch bei Martina Vogel zu Hause deren Bilder entdeckte, kam sie zu einem spontanen Entschluss: viel zu schade nur fürs heimische „Kämmerlein“, denn die Bilder können sich sehen lassen. Am Besten bei einer Ausstellung in der kleinen Galerie, die sie über ihrer Töpferei in Rodigast einrichtete.
Die Idee fand auch Ehemann Hans- Jürgen Vogel gut – und nach etwas Überzeugungsarbeit der beiden sagte Martina zu. Mit Herzklopfen. Beim sortieren und an die Wand bringen, kam Gevatter Zufall ein zweites Mal ins
Spiel. In Form von Gabriele Schnur aus Bad Klosterlausnitz, einer Bekannten, die sich neugierig hinzu gesellte.
Auch sie begeisterte sich sofort für die großformatigen Bilder in den kräftigen, satten Farben. Während sie diese betrachtete, fielen ihr spontan „geflügelte“ Worte dazu ein. Die wiederum begeisterten Martina Vogel und so wurde schließlich eine Gemeinschaftsausstellung daraus – Bilder und Poesie.

„Als hätte sie beim Anblick der Bilder meine Gedanken, meine Empfindungen darin gelesen“, so Martina Vogel verblüfft. „Es entstand eine harmonische Einheit“. Einige Gedichte trug übrigens auch Gabrieles Sohn Florian bei.
Martina Vogel liebt große Formate, das Abstrakte und ein Feuerwerk an Farben. Malen – das tat sie schon immer gern.

Doch erst seit 2005 widmete sie sich intensiver der Malerei. Neben viel Arbeit als Geschäftsfrau im Autohaus,
neben Familie, zwei süßen Enkelkindern, neben Marathonläufen in New York, Istanbul oder Mallorca und dem Training dafür in der heimischen Umgebung.
„Das Laufen im Wald macht den Kopf frei, es schafft Raum für neue, kreative Ideen und Gedanken. Oft entsteht schon das fertige Bild vor meinem geistigen Auge und wenn der Moment passt – auch mal mitten in der Nacht - bringe ich es auf Leinwand.“
"Das Malen ist für mich pure Entspannung, ich komme zur Ruhe und kann für diese Zeit mit Pinsel und Farbe alles andere ringsum ausblenden.“ Unvollkommen, Sonnenstrahl, Endlose Nacht, Am Ende, Zeit oder Regentropfen – ihre Bildertitel sagen viel über ganz persönliche Empfindungen aus, in dem Moment, als sie in ihrem Kopf entstanden und sie sie auf Leinwand brachte – und lassen den Betrachter in diese
Gedankenwelt eintauchen – und sich vielleicht manchmal selber darin wieder finden.
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