Roman der Geraer Ärztin Dr. Gertraud Klapschke im Welken Verlag erschienen

Die Verlegerinnen des Welken Verlages Hummelshain, Sieglinde Mörtel und ihre Tochter Anja Jungfer, mit dem neu erschienenen Roman von Dr. Gertraud Klapschke.
Hummelshain: welken verlag | Die größere Liebe"

Gera. Viele Geraerinnen werden Dr. Gertraud Klapschke als Ärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe noch gut in Erinnerung haben. Fast 40 Jahre lang – bis 1988 - arbeitete sie in der Frauenklinik in Gera als Oberärztin, hielt ambulante Sprechstunden und lehrt an der Medizinischen Fachschule.

Einer Leidenschaft, von der niemand wusste, widmete sie sich in ihrem Ruhestand: dem Schreiben eines Romanes. Sie tippte ihn auf ihrer mechanischen Schreibmaschine ausschließlich in der Zeit, in der ihre Lebensgefährtin Anni Pfeifer ihrer Arbeit als leitende OP-Schwester im Geraer Krankenhaus nachging. Erst nachdem sie den Schlusspunkt gesetzt hatte, offenbarte sie ihr dieses Geheimnis.

Noch bevor ernsthafte Gedanken über eine mögliche Veröffentlichung reifen konnten, erkrankte Gertraud Klapschke und verstarb im Jahre 2003.
Um das Vermächtnis ihrer Lebenspartnerin zu erfüllen, nahm Anni Pfeifer erneut Anlauf und fand im Welken Verlag in Hummelshain einen Partner, der sich insbesondere der Regionalgeschichte widmet. Just im Heimatort der beiden Frauen, wo Anni heute noch lebt.

Der Roman “Die größere Liebe” erschien. Er ist keine Autobiografie. Wohl aber verwob die Autorin in dem Roman in spannender Weise ihre Träume und Fantasien mit ihrer Berufs- und Lebenserfahrung, ihrem Glauben und ihrer Überzeugung. Während Gertraud Klapschke ihr Leben lang von Alaska träumte, lässt sie ihre Hauptdarstellerin Susanne die Reise zum anderen Ende der Welt persönlich antreten.
Schriftstellerische Fantasie, über nie Gesehenes zu schreiben, vermischt die 1928 in Breslau Geborene mit der Darstellung des Beginns eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Die Zeitspanne des Romans umfasst die Jahre 1929 bis 1939.
Susanne Torsten ist 18 Jahre alt, als sie die furchtbarste Entdeckung ihres Lebens macht. In einer alten Truhe auf dem Spitzboden findet sie das Tagebuch ihrer Mutter, die bei ihrer Geburt gestorben war. Und entdeckt eine grausame Wahrheit, die Schuldgefühle bei ihr auslöst. Aufgrund einer Herzschwäche hätte ihre Mutter niemals ein Kind bekommen dürfen. Als sie sich für Susanne entschied, unterschrieb sie ihr eigenes Todesurteil.
Auf die Frage, warum die Mutter ihr Leben über das eigene stellte, konnte nur einer beantworten – ihr Vater. Der hatte den Tod seiner Frau nicht verwunden und war als Arzt nach Alaska zu den Inuit gegangen.
Die Tochter ließ er bei seiner Schwester und deren Mann. Susanne macht sich auf den Weg nach Alaska, um Antworten zu finden. Ein Jahr lang bleibt sie dort bei ihrem Vater, hilft ihm bei der Versorgung seiner Patienten. Erlebt eine Geburt mit und fasst den Entschluss, Hebamme zu werden.
Zurück in Deutschland macht sie ihre Ausbildung. Die Geschehnisse des Jahres 1933 erlebt sie noch mit einer gewissen persönlichen Distanz. Doch eines Tages geht es um die Rettung zweier jüdischer Frauen und ihrer Kinder...
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