Schleifreisen setzte zum 133.Mal den Maibaum - wieder einmal am Wochenende nach Pfingsten

Rolf Graumüller (links) und Wolfgang Eggerling, sind die beiden Senioren unter den Schleifreisener Maibaumsetzern. Sie bekamen eine eigene Schere zugewiesen.
Schleifreisen: Dorfplatz | Schleifreisen. Knoblauchbrot – das ist in Schleifreisen am Maibaum-Wochenende der Renner schlechthin. „Das ganze Dorf riecht nach Knoblauch, wir Schleifreisener dürfen in Hermsdorf nicht beim Bäcker herein (auf Grund des Knoblauch-Geruches) und müssen dort unsere rein rufen. Das beginnt am Donnerstag mit dem Zubereiten der Knoblauchbutter, ab da ist alles zu spät“ berichtet Kulturvereinsvorsitzende Antje Stellenberger. „Das muss vor sehr langer Zeit ein Junggeselle mal eingeführt haben, seit dem gehört das einfach zum Maibaumsetzen dazu“, berichtet die junge und engagierte Vereinschefin.

Schon seit einer Ewigkeit findet das Maibaumsetzen eine Woche nach Pfingsten statt, auch wenn das dann mal im Juni ist. So wie dieses Jahr. Darüber, ob es tatsächlich das 133.Maibaumsetzen ist, entbrannte am Rande des Setzens am Sonnabend eine kleine Diskussion.

Rolf Graumüller, der viele Jahre lang die Geschicke des Vereins (früher Pfingstgesellschaft) als Vorsitzender maßgeblich beeinflusste, ist sich aber relativ sicher, dass dies das 133.Setzen ist und freute sich sichtlich über eine so engagierte Nachfolgerin.

„Ich bin jetzt seit 18 Jahren dabei, stand von Anfang an mit an den Scheren, seit dem Vorjahr bin ich Vereinsvorsitzende.

Dass eine Frau die Chefin der Maibaumsetzer ist, dürfte sicher einmalig in Thüringen sein. Ebenso, dass von den Neun Vorstandsmitgliedern vier Frauen sind, ist sicher ein Novum“ so Antje Stellenberger. „In den Anfangsjahren musste ich schon hart um Anerkennung kämpfen, jetzt haben es die Frauen hier nicht mehr ganz so schwer“.

Jetzt muss sie jedoch in den Pausen auch mal schnell ein Tablett Bier für die Burschen am Baum holen oder ein Faß Bier mit zum Getränkestand tragen.

Von den 70 Burschen und Frauen des Vereins standen am Sonnabend 40 an den Scheren, um den 32,5 Meter langen Baum auf zu richten.

Für das Setzen des Baumes übernahm, nunmehr zum 6.Mal, Steffen Vogel als Richtmeister die Regie.

Die Seniorenschere mit Rolf Graumüller und Wolfgang Eggerling, welche aus Gaudi wieder aktiv in das Setzen integriert wurde, sorgte für die Beteiligung der reiferen Burschen, hatte letztlich jedoch keinerlei Einfluss auf den Verlauf.

Besser als warme Semmeln gingen am Sonnabend die Lose für den alten Maibaum weg: so viel Feuerholz bekommt man selten für einen Euro.
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