Stadtrodas Wahrzeichen - das Rote Tor - wird wieder aufgebaut

Ronny Mitsching und Michael Plock (re) bauen den ersten Stein, extra für den Pressetermin, auf das noch vorhandene Fundament des Roten Tores. Seit dem 15.Juni wird das Rote Tor wieder aufgebaut.
 
Ronny Mitsching und Michael Plock (re) bauen den ersten Stein, extra für den Pressetermin, auf das noch vorhandene Fundament des Roten Tores. Seit dem 15.Juni wird das Rote Tor wieder aufgebaut.
Stadtroda: Rotes Tor | Stadtroda. Seit dem 15.Juni wird es wieder aufgebaut, das letzte erhaltene Stadttor Stadtrodas. Was über 500 Jahre sicher stand, erst laut Sage durch eine Möhre im Jahr 1450 zur Berühmtheit wurde und vor nahezu exakt 14 Monaten binnen Sekunden einer Unachtsamkeit zum Opfer fiel, wird nun wieder aufgebaut.

Und zwar so originalgetreu wie nur irgend möglich. Dessen zumindest ist sich Anne Stein (Dipl.-Ing. FH für Architektur) als verantwortliche Hochbauplanerin von der pons asini Partnergesellschaft sicher.
„Mit der ausführenden Firma Preuße & Rätsch aus Weimar haben wir ein sehr erfahrenes Unternehmen hier vor Ort, welches nun innerhalb der nächsten drei Monate regelrechte Puzzlearbeit leisten muss.
So sollen letztlich auch die Fugen, entsprechend des Originales unterschiedlichst, von ca. 1,5 bis 5 cm breit sein. Übrigens sind weit mehr als 50 Prozent der Originalsteine wieder verwendbar. Vornehmlich die Bogen- und großen Mauersteine sind exakt zuordenbar, Schäden daran können durch konservatorische und restauratorische Maßnahmen beseitigt werden.

„Im Mittelpfeiler ist eine Stahlverstärkung einzubringen“, verrät Thomas Haustein. Er ist mit der Tragwerksplanung seitens der Hermsdorfer Bau Consult federführend.

Stadtrodas Bürgermeister Harald Kramer freute sich, dass nunmehr das Wahrzeichen wieder aufgebaut wird. Er bedankte sich bereits am Mittwoch Vormittag bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Auch bei der Versicherung, HDI-Gerling, die in diesem Fall letztlich „bluten“ muss. Der Wiederaufbau wird letztlich etwa 500.000,- € kosten. „Doch in dieser Situation hat die Versicherung ihre Unterstützung für den Wiederaufbau sofort signalisiert. Wenn das im richtigen Leben auch so klappt, die Zusage nicht nur auf Grund der Publikumswirksamkeit so schnell kam, dann ist man dort bestens versichert“ macht Kramer Schleichwerbung für das Unternehmen.

Während dessen bringen Ronny Mitsching und Michael Plock Mörtel auf das noch vorhandene Fundament und rücken den ersten Stein extra für den Pressetermin zurecht.

Eine großräumige Absperrung sorgt für Baufreiheit, lässt jedoch den Fußgängerverkehr zu. „Das ist der Schulweg, zum Gymnasium bzw. zur Grundschule, da können wir keine Kompromisse eingehen“ so Kramer. Jedoch ist und bleibt sämtlicher Fahrzeugverkehr rund um das Rote Tor gesperrt. Nach dem erfolgten Wiederaufbau werden drei betonverstärkte Poller eingebaut, die einen ähnlichen Unfall wie den vom 14.April 2010 verhindern sollen. „Für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr etc. ist jedoch ein ausreichend großer Wendekreis eingeplant“ so Anne Stein.

Bis zum 17.September muss das Rote Tor wieder stehen. Für diesen Tag ist das „Rote-Tor-Fest“ bereits in der Planung, weiß Angelika Schieferdecker zu berichten. „Da dreht sich alles um die Möhren und wird auf historisch/mittelalterlich getrimmt. Dass wir als Veranstalter dafür noch Sponsoren suchen, ist kein Geheimnis“.

Die meisten Rodschen freut’s, dass ihr Wahrzeichen jetzt wieder aufgebaut wird, wie erste Stimmen bestätigen. Nicht nur unmittelbare Anwohner atmen auf, auch Stadtrodaer, die weiter weg wohnen, das Rote Tor nur alle paar Tage mal sehen, wie Ruth Göppner „Das Rote Tor gehört einfach zu Stadtroda dazu. Das ist sehr schön, dass es wieder aufgebaut wird“.

Pünktlich zur offiziellen Grundsteinlegung des Wiederaufbaus kam natürlich wieder ein Müllfahrzeug gefahren ...
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