Von biblischen Büchern, Reifendrehern und tierischer Musikgeschichte

Wann? 11.06.2011 15:30 Uhr

Wo? Heinrich-Schütz-Haus, Heinrich-Schütz-Straße 1, 07586 Bad Köstritz DE
(Foto: Friederike Böcher)
Bad Köstritz: Heinrich-Schütz-Haus | Ab Samstag, dem 11. Juni 2011, 15.30 Uhr, steht in der Schütz-Haus-Galerie für den ganzen Sommer die Arche Noah im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Von biblischen Büchern, Reifendrehern und tierischer Musikgeschichte – Arche Noah“ wird die biblische Geschichte rund um Noah, seinen Arche-Bau und die Sintflut näher beleuchtet, aber auch die Beliebtheit des Arche-Motivs in vielen alltäglichen Bereichen beschrieben.

Wir statten den Skriptorien, den Schreibstuben, der Klöster, einen Besuch ab, um zu sehen wie die Arche Noah in den frühen Büchern ihren Niederschlag fand. Weiter geht es mit unzähligen bebilderten Bibeln für große und kleine Lesende im „Buch der Bücher“. Die Flut der Bilderbücher ist kaum zu erfassen und auch nicht zu stoppen: Für die kleinsten „Bilderschauer“ in dicker Pappe, für die geübteren „Blätterhändchen“ in Form gestanzt, für die kleine Geldbörse als Pixi-Heftchen oder für anspruchsvolle Freunde der Illustration aufwendig in Szene gesetzt.

Möchten die Arche-Freunde sich mit Schere und Klebstoff betätigen, so ist auch dies vorhanden: Bastelbögen aus alter und neuer Zeit, von der Streichholzschachtel bis zum Bastelheft!

Dreidimensional darf eine Arche aber auch in Holz oder Plastik nicht fehlen: Leihgaben von Reifendrehern, Holzspielzeugmacher oder geschickten Eltern präsentieren uns die Arche in vielen Einzelteilen, ganz anschaulich zum Anfassen.

Weniger zum Anfassen dafür aber zum Anhören bewegt sich die Arche auf den Wellen und Wogen der Musik: Von Benjamin Britten bis zu Camille Saint-Saens reicht die Liste der Vertonungen, von Gaetano Donizetti bis zu Bernd Alois Zimmermann. Auch vor dem „Strudel des Zelluloidstreifens“ war die Arche Noah nicht gefeit: Von John Houstons Bibel-Verfilmung 1966 bis zu Walt Disneys „Fantasia 2000“ oder Roland Emmerichs „Arche Noah Prinzip“. Die einzelnen Szenen des Films leiten wunderbar über zu den hunderten und aberhunderten Einzelteilen eines Puzzles: Gilt es für den Anfänger „nur“ 48 größere Teile zusammenzusetzen, so haben die Profis doch mehrere tausend Teilchen zu bewältigen.

Bei so vielen Tieren, die Unterschlupf in der Arche gefunden haben, darf natürlich der Blick in so manchen Zoo nicht fehlen, der sich als Arche Noah bezeichnet, oder auf die Arche-Noah-Höfe, die alte Nutzpflanzen und alte Haustierrassen vor dem Aussterben bewahren. Auch Naturkunde-Museen schmücken sich mit der Idee der Arche Noah … Noch unzählige weitere Anknüpfungspunkte gibt es, doch einige müssen für den Besuch der Ausstellung aufgespart werden, damit das Staunen kein Ende finden mag.

Bei so viel „tierischen Motiven“ wundert es nicht mehr, dass das Konzertprogramm an Pfingstmontag ganz unter dem Eindruck des wohlgeordneten Chaos in der Arche Noah steht: Markus Märkl, Köln, hat „Ein tierisches Cembalo-Gezeter“ zusammengestellt. Hier wird es quaken und gackern, oder vielleicht doch eher wiehern und muhen? – Am 13. Juni um 15.30 Uhr beginnt das Konzert, das gleichzeitig auch das „Taufkonzert“ des neuen Cembalos im Heinrich-Schütz-Haus ist. Dank der großzügigen Unterstützung der Köstritzer Schwarzbierbrauerei und der Schütz-Akademie e.V. sowie durch den Haushalt des Heinrich-Schütz-Hauses konnte in diesem Jahr unser einmanualiges Cembalo durch ein zweimanualiges aus der Werkstatt von Martin Schwabe ausgetauscht werden.
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