Weltneuheit und Weltrekord in Tissa - Heimatverein setzt (offiziell) erstmals eine beleuchtete Fichte im Dorfteich und stellt mit 28 Metern sogleich einen Weltrekord auf

Volker Bartling (rechts) und Richtmeister Harald Pochert haben gut Lachen, der Baum ist komplett aufgerichtet.
Tissa: Dorfteich | "Wir wollten wieder einen Maibaum setzen, aber nicht mitten im Dorf. Einen Baum, den die bösen Buben nicht ohne weiteres Fällen können oder uns das Loch zuschütten können.
Die rettende Idee kam von unserem Süßwassermatrosen Volker Bartling. Wir stellen den Baum im Teich auf. Dort kann auch kein Hund dran pinkeln. Und wenn wir noch eine Beleuchtung dran bauen, finden wir Abends sogar wieder heim. Wenn wir dann nasse Füße haben auf dem Nachhauseweg, wissen wir, dass wir am Ziel sind. Einzig im Winter wird's brenzlig. Wenn wir Schlittschuh laufen. Da müssen wir höllisch aufpassen. Denn mit einem Baum mitten auf dem Eis rechnet keiner" fasst Tissa's Bürgermeister Rainer Hartung die Weltpremiere zusammen.

Da das Ganze im Vorjahr lediglich als Versuch mit einem 22-Meter-Bäumchen zu werten ist, begrüßte der Tissaer Heimatverein die zahlreichen Besucher am 21.Juni ganz offiziell zum 1. Tissaer Teichbaumsetzen.
Mit einem Baum von 28 Meter Länge. Ursprünglich war er stolze 32 Meter lang, wurde zwecks Kronenschonung mittels Seilwinde gefällt.

Richtmeister Harald Pochert musste laut rufen, dass die Burschen auf der anderen Teichseite ihn verstehen. Eine Schrecksekunde folgte, als sich der Baum nach einer Seite neigte, der Baum aber nur mittels Seilen gesichert wurde. Doch die Tisserschen sind von der schnellen Truppe, bekamen auch diese Situation schnell in den Griff. Ohne Bootsführerschein starteten zwei Burschen mit einem Floß ohne TÜV-Gutachten (Feuerwehr-TS8-Pumpe auf notdürftig zusammen gezimmerter Plattform mit metrigen Feuerwehrschläuchen als Antrieb), um ein Seil zu sichern.
Später kam dieses nicht genehmigte schwimmende Ungetüm noch einmal zum Einsatz, um zu prüfen, ob der Baum Lotrecht steht und auch, um die Beleuchtung an zu schließen.

Zwischendurch gab es immer wieder viel Applaus von den Besuchern, darunter Maibaumsetzer aus Eineborn, Stadtroda, Tröbnitz oder Quirla, für jeden Ruck den die Burschen erfolgreich absolvierten. Ob nun mehr gedrückt, oder mehr gezogen wurde, um den Baum wieder in die Senkrechte zu bringen, kann im Nachhinein nicht gesagt werden.
Nach gut eineinhalb Stunden stand die Fichte am neuen Standort, wobei hoffentlich in diesem Jahr nicht ein Blitzeinschlag die Krone vorzeitig vom Stamm trennt.

Alles in allem lobt Rainer Hartung das tolle Miteinander des Heimatvereins. "Die Frauen haben fünfzehn Kuchen gebacken, die bereits nach eineinhalb Stunden nahezu alle waren. Doch auch alle anderen bringen sich gut ein, helfen mit Technik und Wissen, um derartige Veranstaltungen zu einem Highlight im Ort werden zu lassen.
Und so etwas hebt uns dann doch von den anderen ab. Wenn dann die Jugend beginnt, aktiv zu werden, ist alles gut. Wir, die Holzhackerfest-Generation, haben bald viel Zeit, können die jüngeren unterstützen. Was wir auch gern tun. Doch es ist Zeit, dass sich die jüngeren engagieren".
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