"Zwangstreiben in Bockedra" erntet viel Lob - Theatertage in Bockedra waren erneut ein großer Erfolg

Heimatvereinsvorsitzender Edgar Seim begrüßt die Besucher des TIB
Großbockedra: Sportplatz | Großbockedra. Mit der nunmehr achten Theateraufführung des TIB, des Theater in Bockedra, setzten die Laiendarsteller aus Großbockedra am Freitag und Sonnabend erfolgreich ihre Theatertage fort.

Diese sind übrigens Bestandteil des Erntefestes.
Autor und Regisseur, Ehrenfried Ehrhard, nahm sich auf Bitte des Bockerschen Heimatvereins das Thema Jagd in Bockedra vor.

Entstanden ist ein Stück, welches zu Beginn des 19.Jahrhunderts spielt und die Interessenkonflikte zwischen Bauern und Forstleuten um Wildschäden, Jagdfron sowie die Hege des Wildes widerspiegelt. Historisch belegte Fakten um die aufmüpfigen Bockerschen und eine dramatische Liebesgeschichte würzen das Stück.

Während der Autor zunächst in wenigen Worten die Umstände des Stückes umreißt, ist Bauer Reinhold Reibel (Bernhard Häßner) gleich im ersten Akt in seinem Element.
Ist er zunächst erzürnt über den erneuten Wildschaden - man nimmt ihm den Ärger tatsächlich ab - , entwickelt er doch insgeheim eine geniale Idee. Die einzelnen Charaktere sind gut verteilt.
Sigrun Fickler kann als Häuslerin überzeugen, die Bäuerinnen mächtig beeindrucken. Ihre Aussage „Da habt ihr ja rechte Helden als Männer“ traf den Nerv des Publikums ebenso, wie die perfekte Illusion des nachgebauten Dorfberges mit Glockenhaus und Dorflinde. An letzterer hängt später das Pasquill, welches die Situation im Dorf auf dramatische Weise zuspitzt.

Den gesamten Ärger der Bauern muss Förster Simon Cluderer (Peter Reich) über sich ergehen lassen. Sein Auftritt ließ keinen Besucher kalt. Ein Gedicht über die Jagd, welches sein Forstassessor Valentin von Diembach (Jörg Miska) laut vorliest, spiegelt seine Gefühle wider „Wessen das Herz voll ist, dessen geht der Mund über“. Valentin ist in diesem Stück die traurige Figur: seine Liebe zur Tochter des Bauern Reibel bleibt unerwidert - was auch dem Publikum einiges an Mitleid entlockt.

Alles in allem entstand erneut ein sehr anspruchsvolles Stück, in welchem alle Beteiligten alle ihren Part zum Gelingen beitrugen. Nicht nur die monatelange Probearbeit, auch der Kulissenbau, die Kostümschneiderei oder die Recherche zum Stück verlangten viel Engagement von den Mitgliedern des TIB, des Theater in Bockedra.

Was das Thema des nächsten Stückes - zum zehnjährigen Bestehen des Bockerschen Heimatvereins im Jahr 2012 - sein wird, darüber mochte sich Ehrenfried Ehrhard noch keine Gedanken machen.
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