Ali & Ali - eine Chance für Toleranz Teil II

Heute „wohnen“ die beiden in der Gemeinschaftsunterkunft in Neustadt/O. Besser könnte man vielleicht sagen, sie sind dort untergebracht - um nicht zu sagen,sie hausen dort: ein kleines Zimmer mit zwei unterschiedlichen Betten, ein Couchtisch, zwei Stühle, ein kleiner Tisch, eine „Anbauwand“ und ein kleiner Schrank. Alles zugestellt mit den wenigen Habseligkeiten, die sie haben. Alles alt. Alles zusammengestückelt. Alles mit Sperrmüll-Charme. Aber sie klagen nicht. Nein, sie freuen ich, dass sie gerade durch den Umzug aus dem Nebenzimmer ein bis zwei Quadratmeter dazu gewonnen haben. Und eine kleine Abstellkammer für den Kühlschrank. So weit, so gut.

Der Wunsch vom Deutschkurs ist inzwischen in Erfüllung gegangen. Jeden Tag in der Woche fahren die Beiden mit dem Bus nach Pößneck und büffeln. Die Monatskarte für den Bus sponsert ein Gönner. Jetzt kann man sich schon ziemlich gut mit ihnen unterhalten. Aber die beiden Alis wären nicht sie selbst, wenn ihnen das schon reichen würde. Nein, perfekt muss es sein. Denn schließlich ist das große Ziel, sich ganz und gar zu integrieren. Und nicht, auf Kosten des Staates hier zu schnorren.

Apropos integrieren: Der große Ali spielt in Saalfeld beim VfL06 Fußball. Das tat er im Iran auch schon. Und wenn er nicht spielen kann, weil er verletzt ist, dann geht es ihm nicht gut. Der kleine Ali mag Karate. Den schwarzen Dan hat er. Ach ja: Beide singen im Schlosschor Oppurg mit. Und beide spielen Gitarre – wenn sie eine haben . . . Fortsetzung folgt
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