Ausstellung: Auszeichnungen in der DDR

Sammler Jens Peter mit der "Goldenen Meisternadel" für den Meisterkoch und den dazu gehörenden Stoffabzeichen.
Eisenberg: Stadtmuseum | Freitagmittag, die Vitrinen im Stadtmuseum Eisenberg füllen sich zunehmend mit Orden, Abzeichen, Ehrennadeln, Urkunden, Medaillen und Ehrengeschenken.
Im bereits dritten Teil zeigt der Bad Klosterlausnitzer Sammler und Ortschronist Jens Peter ein weiteres Stück aus der Epoche deutscher Geschichte in Form von Auszeichnungen der DDR.
Dieses Mal legt er den Schwerpunkt auf betriebliche Auszeichnungen. Und da das nicht wenige und sehr unterschiedliche sind, die in den Jahren von 1949 bis 1990 verliehen wurden, schön geordnet. Da sind Auszeichnungen von Konsum und HO zu sehen, der Mitropa – wo er selbst 20 Jahre lang arbeitete, von der Wismut, dem Jagdwesen, der Drushba-Trasse… Weitere Abschnitte befassen sich mit dem Palast der Republik, den Domowina-Sorben in der DDR sowie der Aktivistenbewegung.
Also jede Menge Erinnerungen für sicher viele von uns ehemaligen DDR-Bürgern. Eine Ausstellung, die das Leben der Menschen zeigt, die im Land DDR aufwuchsen. Sie soll nicht verherrlichen, nicht ironisieren – sie soll dieses Stück deutsche Geschichte bewahren helfen.

„Mit der Ausstellung möchte ich der heutigen und kommenden Generationen in Ost und West einen Einblick in den Alltag eines immer mehr in Vergessenheit geratenen Landes gewähre“, so Jens Peter. „Denen Erlebtes vermitteln, die unser Leben nicht kannten und dennoch glauben, vieles davon zu wissen.“
Der Zufall wollte es, dass Jens Peter bei einem Flohmarktbesuch im Jahr 1996 über ein paar DDR-Aktivistenabzeichen „stolperte“. Für ihn eigentlich nichts Besonderes, kannte er doch diese Abzeichen von seinem Vater. Aber sie berührten etwas in ihn – seine Geschichte. Sein Leben in der DDR, die vor über 20 Jahren von den Landkarten der Welt verschwand. Aber nicht aus seinem Herzen. Und mit seiner entfachten Sammelleidenschaft bewahrt er Geschichte.
Jeder ist ab sofort herzlich eingeladen, im Stadtmuseum Eisenberg hereinzuschauen. Wer den Aussteller persönlich kennen lernen möchte, der sollte sich am 19.3. um 16 Uhr einfinden. Die Ausstellung ist bis zum 26.4. zu sehen.
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