Das Persönliche Budget

Eine neue Form der Leistungserbringung für Menschen mit psychischer oder körperlicher Behinderung

Das persönliche Budget ist seit 2008 eine neue Form der Leistungserbringung im Sozialrecht und ist im Gesetz verankert; so im SGB 12 Artikel 57 und im SGB 9 Artikel 17.

Das persönlichen Budget wird dem Behinderten in der Regel als Geldbetrag (mit Ausnahmen Gutschein) ausgezahlt, mit dem er die Leistungen selber einkaufen kann. So ist dann z. Bsp. nicht mehr die Krankenkasse der Leistungserbringer, sondern der Behinderte schließt selbst einen Vertrag mit dem von ihm gewählten Leistungserbringer und vereinbart Inhalt und Preis der Leistung selbst.

Die Mehrheit der bisher bewilligten Budgetsummen liegen bei 200€ bis 800€.
Das Budget kann jeder körperlich oder psychisch behinderte oder von Behinderung bedrohte Mensch stellen, egal welchen Alters.


Wie gehe ich vor?

1.Erstellen Sie eine Liste, was Sie als Unterstützung und Hilfe für Ihre Behinderung benötigen, wie z. Bsp:

• Berufsvorbereitung
• Kraftfahrzeughilfe
• Heilmittel
• Hilfsmittel (Hörgerät, Rollstuhl usw.)
• Ambulante u. stationäre Reha
• Haushalthilfe
• Fahrtkosten
• Reha-Sport
• Wohnungshilfe
• Hauswirtschaftliche Versorgung
• Pflegegeld
• Hilfe zur Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben

um nur einiges zu nennen.


2.Lassen Sie sich von einer Servicestelle beraten:
im Internet auf der Seite www.reha-servicestellen.de oder



07743, Jena, Goethestraße 1-
Deutsche Rentenversicherung /Tel: 03641-47080

07545 Gera, Reichsstraße 5-
Deutsche Rentenversicherung/Tel: 0365-918000


3.Sie können einen Antrag auch stellen bei:
• der Krankenkasse
• der Pflegekasse
• dem Rentenversicherungsträger
• dem Unfallversicherungsträger
• dem Jugendhilfeträger
• dem Sozialhilfeträger
• dem Integrationsamt
• der Bundesagentur für Arbeit
• dem Träger der Altenversicherung der Landwirte
• dem Träger der Kriegsopferversorgung/-fürsorge

4.Es kommt zu einer Budgetkonferenz. Hier nehmen alle Kostenträger teil. Bereiten Sie sich darauf gut vor und nehmen Sie eine Vertrauensperson mit, die Ihre Interessen unterstützen und mit vertreten kann.

5.Zwischen Budgetnehmer und Leistungserbringer wird eine Zielvereinbarung abgeschlossen. Diese regelt die Ausrichtung der individuellen Leistungsziele, enthält eine Regelung für den Nachweis für die Deckung des festgestellten Bedarfs sowie über die Qualitätssicherung und sie muss konkret sein. Sollte der Budgetnehmer mit dem der Zielvereinbarung nicht einverstanden sein, hat er die Möglichkeit Widerspruch einzulegen.


6.Im Abstand von 2 Jahren wird der Hilfebedarf geprüft und gegebenenfalls angepasst.


Wenn Sie etwas verändern wollen in Ihrem Leben, dann hilft Ihnen das persönliche Budget Ihre eigenen Wünsche und Ideen zu verwirklichen.

Auch das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ist von Montag bis Donnerstag von 8:00 – 20:00 Uhr erreichbar und steht Ihnen bei der Beratung hilfreich zur Seite.
01805-676715
01805-676716
01805-676717


Bärbel Näther
Regionalbeauftragte des
Thüringer Landesverbandes Psychiatrie Erfahrener e.V.
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