„Drei Generationen unter einem Dach“

Büroleiter Georg Dambok vor der Steuerkanzlei in Bad Klosterlausnitz
Bad Klosterlausnitz: Steuerkanzlei | Büroleiter der Steuerkanzlei Georg Dambok blickt auf den schwierigen Beginn vor über 21 Jahren zurück. Noch heute ist der 54-Jährige täglich im Büro, in dem Gründer Siegmund Bergner und sein Sohn David aktiv sind.


Georg Dambok ist der Nachfolger von dem Steuerbevollmächtigten Siegmund Bergner, dem Gründer der Steuerkanzlei Bergner in Bad Klosterlausnitz. Er ist nun seit 2008 als Büroleiter in dem Geschäft tätig. „Mein Schwiegervater, meine Wenigkeit und nun auch mein Sohn David – wir alle arbeiten hier. Drei Genrationen unter einem Dach. Das ist schon etwas Außergewöhnliches.“
Zu DDR-Zeiten arbeitete Georg Dambok in den Keramischen Werken Hermsdorf, bevor er sich nach der Wende dazu entschloss, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen. Zu dieser Zeit beriet er vorwiegend kleinere neue Unternehmen.

Schon kurz nach der Gründung des Steuerbüros, gehörte der Diplom-Ingenieur-Ökonom der Steuerkanzlei seines Schwiegervaters an. Doch der Anfang war nicht ganz einfach, erinnert sich der 54-Jährige.

„Es war im Monat Mai des Jahres 1990 als Steuerbevollmächtigter Siegmund Bergner, mein Schwiegervater, die Steuerkanzlei Bergner gründete. Er war in der Vorwendezeit als Helfer in Steuersachen tätig. Eine Steuerkanzlei wurde zu damaligen Zeiten nicht zugelassen und deshalb hat er nach der Wiedervereinigung sofort die Chance ergriffen gerade dies zu tun. Dort habe ich dann im Bereich der Elektronischen Datenverarbeitung zunächst mit ausgeholfen und später intensiv mitgearbeitet. Anfänglich bereitete das fehlende Vertrauen der Ostdeutschen uns gegenüber Schwierigkeiten. Man dachte sich eben, dass wir nicht das nötige Know-How, wie die im Westen ansässigen Steuerkanzleien, haben würde. Das stimmte teilweise.“, meint Georg Dambok. Aber durch die Unterstützung einer Münchener Steuerkanzlei, welche dem Steuerbüro in Bad Klosterlausnitz mit Rat und Tat zur Seite stand, konnte die Büroorganisation verbessert werden. Dies verhalf Mitte der 1990er zu einem erheblichen Zuwachs an Mandanten. „Im Grunde genommen, gab es aber nie einen Punkt an dem man sagen konnte: Jetzt haben wir es geschafft. Dass viele Mandanten zu uns gestoßen waren, konnte man lediglich eine gute Phase nennen. Erledigt ist es eigentlich nie, denn wir haben immer wieder neue Aufgaben, die es zu meistern gilt. Ein fortlaufender Prozess.“

Auf die Frage ob es durch das Zusammenarbeiten mehrerer Familienmitglieder im gleichen Unternehmen mehr Konflikte gäbe, antwortete er schmunzelnd: „Konflikte ja, aber nicht mehr als üblich. In der Vergangenheit gab es öfter unterschiedliche Meinungen. Das hat sich aber in den letzten Jahren gebessert.“

Der Diplom-Ingenieur-Ökonom hat sowohl die Höhen als auch die Tiefen der Kanzlei miterlebt. Die schönsten Momente seien für ihn, wenn Mandanten zu ihm kommen und sich für die Arbeit bedanken oder wenn er gemeinsam mit den Kollegen einen Erfolg, an dem alle beteiligt waren, feiern darf.
„Selbstverständlich bedanke ich mich für das Vertrauen unserer Mandanten und bei allen Helfern, die es ermöglicht haben diese Steuerkanzlei in den Jahren nach der Wende bis heute so aufzubauen wie sie nun existiert.“
An das Aufhören denkt der 54-Jährige noch lange nicht. Das zu erhalten und fortzuführen, was in 21 Jahren aufgebaut wurde, das ist künftig seine Herausforderung.
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Hannelore Grünler aus Artern | 30.09.2011 | 21:17  
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